Hacker schlagen bei AfD zu: 421’000 E-Mails erbeutet

- Bei einem Hackerangriff auf die AfD wurden offenbar Teile mehrerer E-Mail-Postfächer von Parteimitgliedern kopiert.
- Ein Sprecher bestätigt den Angriff auf einen Hosting-Dienstleister, die meisten Konten seien seit Jahren ungenutzt.
- Unbekannte veröffentlichten Teile der Daten im Internet, die AfD prüft die Veröffentlichung.
Bei einem Hackerangriff auf die AfD wurden vor wenigen Wochen offenbar Teile mehrerer E-Mail-Postfächer von Parteimitgliedern unrechtmässig kopiert. Nach Angaben der Angreifer sollen sich darunter insgesamt 421’179 E-Mails befinden – darunter Ausweiskopien, Rechnungen, Kontoauszüge und Mitgliederlisten.
Ein Mediensprecher bestätigte deutschen Medien am Dienstag den Angriff auf einen Hosting-Dienstleister. Die meisten betroffenen Konten seien seit Jahren nicht mehr genutzt worden, erklärte der Sprecher.
Ausweis von Vizefraktionschef Markus Frohnmaier dabei
Unbekannte veröffentlichten nach eigenen Angaben Teile der Daten im Internet. Sie behaupten, diese stammten aus zehn Postfächern, darunter ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland sowie ein Konto, das die Partei früher als Kontaktadresse ihrer Bundesgeschäftsstelle angegeben hatte.
Wie die «Bild» berichtet, sollen die entwendeten E-Mails unter anderem ein Foto des Personalausweises von Markus Frohnmaier enthalten, dem stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion.
Wie gehst du mit alten Online-Konten um?
Die AfD erklärte, der Angriff sei rasch erkannt und beendet worden. Alle betroffenen Nutzer seien informiert worden. Die inzwischen erfolgte Onlineveröffentlichung vermutlich eines Teils der Daten werde geprüft, hiess es weiter. Eine erste Einschätzung könne erst nach Abschluss dieser Prüfung abgegeben werden.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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