«O'zapft is» – Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet

- Der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat mit zwei Schlägen das erste Fass Bier angezapft und startete mit einem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest in München.
- Die erste Mass Bier reichte er der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).
- Während Böllerschüsse den Start des Festes verkündeten, stiessen beide auf eine friedliche Wiesn an.
Zehntausende, die in den Festzelten seit 9 Uhr noch ohne Bier ausgeharrt hatten, bekamen nach dem Anzapfen um 12 Uhr auch ihre Mass.
Unter den Gästen im Schottenhammelzelt waren zahlreiche Prominente wie FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, Moderator Florian Silbereisen, DJ Ötzi, das Schlager-Duo Marianne und Michael, Ex-Grünen-Parteichefin Ricarda Lang, Franz Herzog von Bayern und der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani. Erwartet werden dieses Jahr bis zu sechs Millionen Gäste.
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 5. Lange gewartet für die erste Mass bittschee, jetzt aber, Prosit. Bildquelle: REUTERS / Angelika Warmuth.
-
Bild 2 von 5. Oberbürgermeister Dominik Krause beim ersten Schluck mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder nach dem Anzapfen. Söder bekommt sein erstes Wiesn-Bier damit erstmals aus der Hand eines Grünen – Ja mei. Bildquelle: REUTERS / Fariha Farooqui.
-
Bild 3 von 5. «Hockts eich herra, samma mehra!» im Löwenbräu-Bierzelt. Bildquelle: REUTERS / Fariha Farooqui.
-
Bild 4 von 5. Zum Schluck Bier eine kleine Zwischenverpflegung im Bierzelt: Haxn mit Knödel und Blaukraut. Bildquelle: REUTERS / Angelika Warmuth.
-
Bild 5 von 5. «Die Krüge hoch» und «ein Prosit der Gmiatlichkeit». Pfiads eich. Bildquelle: REUTERS / Angelika Warmuth.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Bei mildem, sonnigem Volksfestwetter zogen die Menschen – die meisten kamen in Dirndl und Lederhose – zum Festgelände. Die Ersten hatten schon in den frühen Morgenstunden noch im Dunkeln an den Zäunen rund um die Wiesn ausgeharrt. Als die Eingänge um kurz nach 9 Uhr öffneten, stürmten sie im Laufschritt zu den Bierzelten, um einen guten Platz zu ergattern. Allerdings stoppten die Sicherheitskräfte immer wieder den Ansturm.
Gedenken an die Opfer des Attentats 1980
Oberbürgermeister Krause brachte für seine erste Wiesn auch eine Neuerung: Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang an für ein kurzes Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980. Am Abend des 26. September 1980 hatte dort eine Bombe zwölf Gäste in den Tod gerissen und rund 200 verletzt.
Das Sicherheitskonzept auf der Wiesn wurde verschärft, nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden.
Mehr Sicherheit nach Überfüllung
Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährlich dichte Ansammlungen erkennen lassen. Zudem ist an den besucherstarken Tagen ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält – und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.
Laut der Polizei gibt es auch Unterstützung vom neuen Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum. An den Eingängen gibt es Einlasskontrollen. Messer und andere gefährliche Gegenstände sind verboten, für Messer gilt sogar eine Verbotszone rund um das Fest. Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner der Stadt München wie auch der Festwirte sind rund um das Fest im Einsatz.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.