Stellenabbau beim Medienhaus – Tamedia streicht 34 Vollzeitstellen

- Tamedia streicht schweizweit 34 Vollzeitstellen, wie der Medienkonzern mitteilt.
- Betroffen sind 41 Mitarbeitende in der Deutschschweiz, der Romandie und am Print-Desk.
- Der Abbau folgt unmittelbar auf das Ende einer 2024 vereinbarten Kündigungspause.
Tamedia streicht weitere Stellen bei seinen Zeitungen. Der Stellenabbau umfasst 30 Vollzeitstellen in der Publizistik und 4 im Print-Desk. Davon arbeiten 28 in den Redaktionen der Deutschschweiz und 9 in der Westschweiz, wo Tamedia unter anderem 24 Heures, La Tribune de Genève, Bilan und Le Matin dimanche herausgibt.
Bis Ende Oktober sollen alle Betroffenen in persönlichen Gesprächen informiert werden.
Auffällig ist der Zeitpunkt des Schrittes: Im Jahr 2024 hatte das Medienhaus noch zugesichert, bis Ende September 2026 auf Kündigungen von Journalistinnen und Journalisten zu verzichten. Nur wenige Tage nach Ablauf dieser Zusicherung kündigte die Geschäftsleitung nun die nächste Entlassungsrunde an.
Werbeeinbruch und strategischer Umbau
Tamedia begründet die Restrukturierung mit den anhaltenden Veränderungen auf dem Medienmarkt. Der Werbemarkt sei stark rückläufig, während sich gleichzeitig die Gewohnheiten und Erwartungen der Leserschaft gewandelt hätten.
Angesichts dieser Situation müsse der Verlag seine Umstrukturierung fortsetzen, um knapper werdende Ressourcen künftig gezielter dort zu bündeln, wo sie den grössten Mehrwert für zahlende Abonnentinnen und Abonnenten generieren.
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