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Friday, September 25, 2026

Tausende «Ausgänger» haben ausgedient: Armee verbrennt Uniformen

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  • Die Schweizer Armee schafft die Ausgangsuniform Tenü A schrittweise ab.
  • Seit 2025 erhalten nur noch Armeeangehörige mit repräsentativen Aufgaben ein Tenü A.
  • Nicht mehr verwendbare Uniformen werden verbrannt, weil Recycling laut Armee zu teuer wäre.

Die Schweizer Armee schafft die graue Ausgangsuniform schrittweise ab – und lässt nicht mehr verwendbare Exemplare verbrennen, wie Schweiz heute berichtet. Ein Recycling sei wegen des Aufwands und der Kosten keine sinnvolle Lösung, bestätigt die Armee.

Seit 2025 erhalten nur noch Armeeangehörige mit repräsentativen Aufgaben das sogenannte Tenü A, etwa Mitglieder der Militärmusik. Mit dem Verzicht auf die breite Abgabe will die Armee insgesamt rund 55 Millionen Franken sparen.

Recycling wäre zu teuer und zu aufwendig

Bei der Ausmusterung fallen somit Tausende Uniformen an. Noch brauchbare Stücke werden kontrolliert, instand gesetzt und bei Bedarf erneut ausgegeben. Was nicht mehr repariert werden kann, wird jedoch in einer Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt.

Wie sollte die Armee ausgemusterte Uniformen entsorgen?

Für ein Recycling müssten die Uniformen und Abzeichen zunächst unkenntlich gemacht werden. Auch ein Verkauf kommt laut Armee nicht infrage: Die Uniform wird weiterhin eingesetzt, ein Missbrauch soll verhindert werden. Wie viele Tenü A letztlich verbrannt werden, wird nicht erfasst.

Kostete uns Uniform-Debakel 100 Millionen?

Die graue Uniform war schon früher umstritten. Viele Soldaten empfanden Veston und Hose als unbequem und altmodisch. 2021 verlangte Mitte-Ständerätin Marianne Binder-Keller eine modernere Ausgangsuniform. Dazu kommt es nun wohl nicht mehr.

Bereits die Einführung der Tenü A sorgte für Diskussionen: 1993 beschloss das Parlament die Beschaffung von 180'000 Uniformen für 114 Millionen Franken. Später kritisierte die Eidgenössische Finanzkontrolle die Planung – mit einer besseren Beschaffung hätten laut ihr bis zu 100 Millionen Franken eingespart werden können.

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Daniela Wyler

Daniela Wyler (wy) arbeitet seit 2023 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.

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