Waldbrand westlich von Köln: 1800 Menschen in Deutschland wegen Feuer evakuiert
Waldbrand westlich von Köln
2000 Menschen in Deutschland wegen Feuer evakuiert
In Deutschland wütet aktuell ein Waldbrand. Westlich der Metropole Köln in Nordrhein-Westfalen mussten bereits über 1800 Menschen evakuiert werden. Aktuell brennt eine Fläche von etwa 35 Fussballfeldern.
Publiziert: 14.08.2026 um 06:27 Uhr
Aktualisiert: 14.08.2026 um 20:13 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- In Deutschland brennt westlich von Köln eine Fläche von 35 Fussballfeldern
- Das Dorf Gey im Kreis Düren wurde evakuiert, 2000 Menschen betroffen
- In der Region Eiffel, mit 9000 Einwohnern, herrscht eine Grossschadenslage
«Jetzt sind wir Flüchtlinge im eigenen Land», heisst es unter einem dramatischen Video des Waldbrandes in Deutschland auf der Plattform X. Westlich von Köln brennt aktuell eine Fläche von rund 300 Hektar, also über 400 Fussballfelder. Die brennende Fläche hat sich innerhalb weniger Stunden fast verzehnfacht. Laut der «Bild» musste das Dorf Gey im Kreis Düren bereits evakuiert werden. Rund 2000 Menschen sind bisher betroffen.
Fünf Menschen wurden bislang verletzt, darunter vier Einsatzkräfte. Ausserdem erlitt eine ältere Person während der Evakuierung Herzprobleme.
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Die Zahl der Evakuierten könnte sich im Laufe des Tages noch erhöhen. In der betroffenen Gemeinde leben rund 9000 Menschen. Auf den sozialen Medien sind auch Fotos aus der weiter entfernten Kleinstadt Düren zu finden, auf denen die bedrohliche Feuerwand am Horizont zu sehen ist.
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«Das sieht wirklich nicht gut aus»
Am Freitagmorgen war die Feuerwalze nur noch rund 200 Meter vom Dorf entfernt. Am Mittag haben die Flammen die Ortschaft fast erreicht. Der Landkreis hat wegen der dramatischen Lage einen Krisenstab einberufen. Über 300 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Auch im nahegelegenen Naturpark Hohe Venn, an der Grenze zu Belgien, brach am Freitag ein weiterer Waldbrand aus.
Gegenüber der «Bild» äusserte sich ein Feuerwehrmann am Freitagnachmittag wenig optimistisch. «Durch den stark auffrischenden Wind breiten sich die Feuer erneut aus, schliessen sich teilweise zu grösseren Feuern zusammen», erklärte er. Fazit: «Das sieht wirklich nicht gut aus.» Das Feuer könnte noch Tage lang weiterbrennen. Denn starke Winde und die Hitze sorgen dafür, dass sich die Flammen immer weiter ausbreiten. Auch in der Nacht werden die Löscharbeiten daher fortgesetzt.
Grösster Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens
Der Waldbrand soll nun auch mit Gegenfeuer bekämpft werden. Diese Taktik soll Brandschneisen in die Fläche im nordrhein-westfälischen Kreis Düren schlagen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet, erklärte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen gegenüber «Focus».
Die Landwirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Silke Gorissen, sprach bei einem Besuch vor Ort vom grössten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. «Wir wüssten zumindest nicht, dass es einen Waldbrand gab, der daran herangereicht hat», erklärte Gorissen.
«Nur die nötigsten persönlichen Gegenstände» mitnehmen
Die Evakuierten sollten «nur die nötigsten persönlichen Gegenstände» mitnehmen, hiess es im Aufruf der Behörden. Die Gemeinde spricht von einer Grossschadenslage. Bewohner sollten bei der Flucht ausserdem gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken, wie «Focus» schreibt.
Um 2 Uhr nachts waren die Flammen nur noch etwa 500 Meter von Gey entfernt. Da der Wind die Flammen noch näher an die Häuser trieb, musste der Ort zwei Stunden später evakuiert werden.
Immer wieder explodieren Bomben
Ausgebrochen war das Feuer bereits am Donnerstagnachmittag. Viele Feuerwehrleute sind aktuell im Einsatz. Auch ein Helikopter kämpfte am Donnerstag gegen die Flammen. Am Freitag ist auch die Bundeswehr im Einsatz und kämpft gegen das Feuer. Die Ursache des Waldbrandes ist aktuell noch unbekannt.
Die Löscharbeiten werden laut der «Bild» durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. «Durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken», erklärte der zuständige Landrat. Im Laufe der Nacht seien auf dem Brandgelände bereits Bomben explodiert. Laut der «Aachner Zeitung» seien auch am Freitag Knallgeräusche zu hören.
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