Nachfolge von Guy Parmelin – SVP-Asylchef Schmid nimmt sich aus Bundesratsrennen

- Der Thurgauer SVP-Nationalrat Pascal Schmid verzichtet auf eine Kandidatur für den Bundesrat, wie er in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger» bekannt gibt.
- Auch der Solothurner Nationalrat Christian Imark hat einer Kandidatur eine Absage erteilt.
- Bislang hat nur die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz offiziell gesagt, dass sie ins Bundesratsrennen steigen will.
Mit Pascal Schmid hat sich ein weiterer heisser Anwärter auf den Bundesratssitz von Guy Parmelin aus dem Rennen genommen: Er wolle seine Arbeit im Parlament weiterführen, sagte Schmid gegenüber dem «Tagesanzeiger». «Ich bin seit drei Jahren im Nationalrat und will mich jetzt auf meine Ständeratskandidatur konzentrieren», sagt Schmid der Zeitung.
Der Thurgauer kandidiert bei den nationalen Wahlen im Herbst nächsten Jahres für die kleine Kammer. Zudem wolle er seine Arbeit als Partner in einer Anwaltskanzlei fortführen.
Viele prominente Absagen
Auch der Solothurner Nationalrat Christian Imark steigt nicht ins Rennen für die Parmelin-Nachfoilge. Er begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Seine zwei kleinen Kinder bräuchten ihren Vater, sagte der 44-Jährige gegenüber SRF.
Die Eidgenössische Bundesversammlung wird am 9. Dezember einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Bundesrat Guy Parmelin wählen. Die SVP beansprucht den frei werdenden Sitz für sich. Nominiert fürs offizielle «Ticket» werden Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen eines offiziellen Wahlvorschlags am 20. November durch die SVP-Bundeshausfraktion.
Bislang hat erst die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz ihren Hut in den Ring geworfen. Prominente Politikerinnen wie die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli, die St. Galler Ständerätin Esther Friedli oder SVP-Präsident Marcel Dettling verzichten auf eine Kandidatur.
Diese Kandidaten haben bereits abgesagt
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 6. Esther Friedli. Esther Friedli, St. Galler Ständerätin. Seit ihrer Wahl in den Ständerat wird sie regelmässig als Bundesratskandidatin gehandelt. Sie steht aber dieses Mal als Kandidatin nicht zur Verfügung, wie sie am 9. Oktober dem Portal Toggenburg 24 bekannt gab. Bildquelle: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller.
-
Bild 2 von 6. Magdalena Martullo-Blocher. Magdalena Martullo-Blocher, Nationalrätin Graubünden, wird selten als ernsthafte Nachfolgerin genannt. In einer Vereinigten Bundesversammlung müsste sie Stimmen weit über die SVP hinaus gewinnen. Viele Parlamentarier von Mitte, SP, Grünen und GLP würden ihre Wahl wohl ablehnen. In der «Arena» hat sie zudem gesagt, sie werde nicht kandidieren. Bildquelle: KEYSTONE/Andreas Becker.
-
Bild 3 von 6. Christian Imark. Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark will ebenfalls nicht Nachfolger von Guy Parmelin werden. Imark begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Bildquelle: Keystone/Christian Beutler.
-
Bild 4 von 6. Marcel Dettling. Marcel Dettling, seit 2024 SVP‑Parteipräsident. Seine Stärken liegen vor allem innerhalb der SVP, seine Schwächen eher bei der Wählbarkeit im Parlament. Er sagte allerdings bereits zur «Aargauer Zeitung», dass er nicht für Parmelins Nachfolge kandidieren und sich stattdessen auf die Führung seiner Partei fokussieren will. Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler.
-
Bild 5 von 6. André Rüegsegger. Der Schwyzer SVP-Regierungsrat André Rüegsegger verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Auf Anregung seiner Kantonalpartei hatte sich der Politiker aus Brunnen SZ mit einer möglichen Kandidatur befasst. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
-
Bild 6 von 6. Pascal Schmid. Pascal Schmid, Thurgauer Nationalrat. Asylspezialist der SVP. Er wird in Teilen der Partei inzwischen als eine Art «Kronprinz» gehandelt und taucht in neueren Spekulationen zunehmend auf. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Das sind mögliche Bundesratskandidaten
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 6. Céline Amaudruz. Céline Amaudruz, SVP‑Nationalrätin Genf und Mitglied im Parteivorstand. Sie hat ihre Bereitschaft für eine Kandidatur offiziell bekanntgegeben: Amaudruz gilt als chancenreichste Kandidatin aus der Romandie. In den anderen Parteien wird sie aber als Hardlinerin wahrgenommen. Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler.
-
Bild 2 von 6. Thomas Aeschi. Thomas Aeschi, Zuger Nationalrat und SVP‑Fraktionspräsident. Er gehört seit Jahren zu den aussichtsreichsten Kandidaten, auch wenn seine Chancen durch die Wahl des ebenfalls aus Zug stammenden Martin Pfister gesunken sein dürften. Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider.
-
Bild 3 von 6. Thomas Matter. Thomas Matter, SVP-Nationalrat und –Vizepräsident. Der Banker prüfe eine Kandidatur, wie er gegenüber dem «Sonntagsblick» bekannt gegeben hat. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 4 von 6. Franz Grüter. Franz Grüter, SVP-Nationalrat und Unternehmer. Mitglied im SVP‑Parteivorstand. Grüter vertritt die SVP-Parteilinie, wird in den anderen Parteien aber als umgänglich wahrgenommen mit staatsmännischem Auftritt. Bildquelle: KEYSTONE/Georgios Kefalas.
-
Bild 5 von 6. Franz Ruppen. Nachdem er von Esther Friedli vorgeschlagen wurde, überlegt sich auch der SVP-Staatsrat Franz Ruppen eine Kandidatur. Seinen Entscheid will Ruppen bis Ende nächster Woche bekanntgeben. Bildquelle: KEYSTONE/Cyril Zingaro.
-
Bild 6 von 6. Benjamin Giezendanner. Der SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner (AG) schliessen laut der «Sonntagszeitung» eine Kandidatur nicht aus. Giezendanner würde sich eine Kandidatur überlegen, falls die Partei auf ihn zukomme, sagte auf Anfrage der Zeitung. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.