Klopp-Debütant sorgte mit Shisha-Brand für Skandal

Vor 10 Jahren
Klopp-Debütant sorgte mit Shisha-Brand für Skandal
Ein Shisha-Brand hätte Vitaly Janelts Karriere in der deutschen Nationalmannschaft fast beendet. Zehn Jahre nach dem Skandal steht der Mittelfeldspieler nun mit 28 vor seinem Debüt.
Publiziert: vor 57 Minuten
Aktualisiert: vor 6 Minuten
- Vitaly Janelt steht vor seinem Debüt im deutschen A-Nationalteam
- 2016 suspendiert nach Shisha-Brand, Sozialdienst und Geldstrafe bei RB Leipzig
- Heute ist er Stammspieler bei Brentford
Nick RohnerPraktikant Sportdesk
Vitaly Janelt (28) ist einer von vielen Debütanten, die Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations-League-Partien des DFB-Teams aufbietet oder bereits aufgeboten hat. Wenn man jedoch genauer in die Vergangenheit blickt, ist es keineswegs selbstverständlich, dass Janelt kurz vor seinem A-Debüt steht.
Der 28-Jährige durchlief unter anderem die Nachwuchsstufen der deutschen Nationalmannschaft. Als die U19 vor zehn Jahren in einem Trainingslager in der Türkei weilte, gehörte auch Janelt zum Kader. Allerdings musste er vorzeitig abreisen.
Hotelmitarbeiterin bemerkte Brand
Während das Team im Training war, bemerkte eine Hotelmitarbeiterin einen Brand in einem Zimmer. Es war das Zimmer von Janelt und seinem Teamkollegen Idrissa Touré, in dem eine Shisha das Feuer ausgelöst hatte. Damals bestritten die beiden zunächst, die Shisha selbst mitgebracht und geraucht zu haben. Sie erklärten, sie hätten das Zimmer auch anderen Spielern überlassen.
Die logische Konsequenz: Die beiden mussten das Camp umgehend verlassen und wurden suspendiert. Doch damit nicht genug: Als sie zu ihrem damaligen Klub RB Leipzig zurückkehrten, griff der damalige Sportdirektor Ralf Rangnick (68) durch und warf die beiden aus der Akademie. Die Folgen: Sozialdienst in einem Kindergarten und eine Geldstrafe.
«Jeder wird mal erwachsen»
«Am Ende des Tages bin ich jetzt zehn Jahre älter. Ich habe eine kleine Tochter, jeder wird mal erwachsen», sagt der Mittelfeldspieler bei einer Medienkonferenz vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstagabend. «Ich glaube, dass da jeder seine Lehren daraus ziehen muss. Ich habe das relativ schnell erkannt. Was war, das war.»
Tourés Weg in der deutschen Nationalmannschaft endete damals abrupt. Janelt hingegen kriegte die Kurve: Über Bochum ging es nach Brentford, wo er sich einen Stammplatz erkämpft hat und nun kurz vor seinem ersten Einsatz im A-Nationalteam steht.
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