«Ist Geld Männersache?»: Beschwerde gegen SRF-Dok gutgeheissen

- Die Beschwerdeinstanz UBI heisst eine Beschwerde gegen die SRF-«DOK» «Ist Geld Männersache? Warum Frauen ärmer sind» gut.
- Die Sendung vom 1. März 2026 und der Online-Artikel vom 11. März 2026 seien unsorgfältig recherchiert und fehlerhaft gewesen.
- Der Entscheid fiel mit acht zu einer Stimme, die DOK ist in der Mediathek nicht mehr abrufbar.
Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat am Donnerstag eine Beschwerde zur SRF-«DOK» mit dem Titel «Ist Geld Männersache? Warum Frauen ärmer sind» gutgeheissen. Der Film wurde am 1. März 2026 ausgestrahlt, am 11. März 2026 folgte ein Online-Artikel mit dem gleichnamigen Titel.
«Der Beschwerdeführer beanstandete beide Publikationen und rügte im Wesentlichen, dass die Sendung ihren selbstdeklarierten wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genüge. Vielmehr würden Einzelfälle aktivistisch instrumentalisiert, Daten unzulässig interpretiert und Studienergebnisse sowie Zahlen teilweise völlig falsch wiedergegeben», schreibt die UBI.
Das ist die UBI
Die UBI ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes, die von der Rechtsanwältin und Kommunikationsberaterin Mascha Santschi Kallay präsidiert wird. Sie besteht aus neun nebenamtlich tätigen Mitgliedern und einem vierköpfigen Sekretariat.
Die UBI hat auf Beschwerde hin festzustellen, ob ausgestrahlte Radio- und Fernsehsendungen schweizerischer Programmveranstalter oder Publikationen aus dem übrigen publizistischen Angebot der SRG (z. B. Online-Inhalte) Bestimmungen des Radio- und Fernsehrechts verletzt haben oder ob eine rechtswidrige Verweigerung des Zugangs zum Programm bzw. zu einer Publikation vorliegt. Entscheide der UBI können nach Vorliegen der schriftlichen Entscheidbegründung beim Bundesgericht angefochten werden.
Das Urteil
Die Beschwerde wurde mit acht zu einer Stimme gutgeheissen und betrifft sowohl die Sendung als auch den Artikel. Das Gremium kam zum Schluss, dass der Film «unsorgfältig recherchiert und in zu vielen Aussagen fehlerhaft war». Das Publikum habe sich keine eigene Meinung zum Thema bilden können, weil «der These widersprechende Aspekte und eine Einordnung der Zahlen für die Schweiz fehlten».
Das Sachgerechtigkeitsgebot wurde dadurch verletzt. Die bemängelte DOK ist in der Mediathek inzwischen nicht mehr abrufbar.
Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?
Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
