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Wednesday, October 14, 2026

«Fuss ist hinüber»: Christina Hänni spricht erstmals über Not-OP

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  • Tänzerin Christina Hänni (36) spricht in einem Instagram-Video erstmals über ihre Not-OP am Fuss mit 21 Jahren.
  • Nach dem Eingriff sagten die Ärzte, das Gelenk sei zertrümmert gewesen und unklar, ob sie je wieder tanzen könne.
  • Hänni kehrte aufs Tanzparkett zurück und tanzte noch viele Jahre, was sie als grosse Errungenschaft bezeichnet.

Heute ist Christina Hänni (36) als Profitänzerin bekannt. Doch ihre Karriere stand schon in jungen Jahren auf der Kippe. In einem Instagram-Video erzählt sie erstmals ausführlich von einer Zeit, in der sie um ihre Zukunft als Tänzerin bangen musste. Die heute mit Luca Hänni (32) verheiratete Tänzerin blickt dabei auf einen der schwersten Momente ihres Lebens zurück.

Schon mit 15 Jahren nahm Hänni an ihrer ersten Weltmeisterschaft teil. Später feierte sie als Vize-Welt- und Europameisterin grosse Erfolge. Doch auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn machte ihr Körper nicht mehr mit.

Christina Hänni ist Profitänzerin – ihre Karriere war jedoch nicht immer einfach.

Christina Hänni ist Profitänzerin – ihre Karriere war jedoch nicht immer einfach.IMAGO/Panama Pictures

«Wir wissen nicht, ob du jemals wieder tanzen wirst»

Mit 21 Jahren bemerkte Hänni zunehmend Schmerzen in ihrem Fuss. Diese wurden immer schlimmer, bis sie schliesslich einen Arzt aufsuchte. Die Diagnose war niederschmetternd: «Dein Fuss ist hinüber», hiess es vom Fachmann. Sie musste notoperiert werden.

Nach dem Eingriff folgte der nächste Schock. «Es ist alles noch schlimmer, als wir gedacht haben», habe ihr der Arzt nach der Operation erklärt. Das gesamte Gelenk sei zertrümmert gewesen, die Knochen hätten sich im Fuss verteilt.

Die Ärzte hätten sich kaum erklären können, wie sie mit diesen Verletzungen überhaupt noch jahrelang getanzt hatte. An eine Rückkehr auf das Tanzparkett war zunächst nicht zu denken. «Wir gucken zuerst, dass du wieder laufen lernst», habe ihr der Arzt damals gesagt.

«Kaum jemand hat an mich geglaubt»

Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch sei die Zeit extrem belastend gewesen. «Der Kampf zurück war mental einer der schwersten meines Lebens», schreibt Hänni zu ihrem Instagram-Video.

Besonders schmerzhaft sei für sie gewesen, wie sich Menschen in ihrem Umfeld verhielten. «Kaum jemand hat an mich geglaubt», erinnert sie sich. Sie habe damals erkennen müssen, dass manche Menschen nur so lange an ihrer Seite blieben, wie sie erfolgreich war.

Was löst bei dir die Vorstellung aus, nach einer schweren Verletzung wieder laufen oder arbeiten zu müssen?

Lange habe sie bewusst darauf verzichtet, öffentlich über diese Erfahrungen zu sprechen. Negative Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit habe sie für sich behalten, weil sie befürchtete, dadurch schwach zu wirken. Zudem seien zwei weitere Personen in die damalige Situation involviert gewesen, die möglicherweise eine andere Wahrnehmung der Ereignisse hätten.

Nun wolle sie ihre Geschichte selbst erzählen. «Ich möchte auch von meinem Schmerz und Leid erzählen, weil mich das zu dem Menschen gemacht hat, der ich bin», erklärt sie.

Hänni erkennt Parallelen zu ihrer heutigen Situation

Besonders nachdenklich macht eine weitere Aussage der Tänzerin. Auch derzeit befinde sie sich in einer Lebensphase, in der sie Parallelen zu ihrer schwierigen Situation damals erkenne. Was genau sie damit meint, führt Christina nicht weiter aus.

Trotz der schlechten Prognosen gelang Hänni damals die Rückkehr auf das Tanzparkett. Dafür sei sie bis heute dankbar. «Mein Wille war stärker als jede negative Prognose», schreibt sie. Dass sie nach der Operation noch viele Jahre tanzen konnte, bezeichnet sie als eine ihrer grössten Errungenschaften. Ihren Körper schätze sie heute umso mehr, weil er trotz allem so viel geleistet habe.

Gina Sergi

Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.

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