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Tuesday, October 13, 2026

Diese Krankenkassen räumen im Prämienvergleich ab

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Über 3500 Franken Unterschied im Jahr – die grosse Übersicht zum Wechselherbst

Diese Krankenkassen räumen im Prämienvergleich ab

Die Krankenkasse macht in vielen Schweizer Haushalten einen grossen Budgetposten aus. Mit einem Wechsel können Versicherte aber Tausende Franken pro Jahr sparen. Ein grosses Ranking zeigt, welche Kassen im Wechselherbst preislich besonders attraktiv sind.

Publiziert: vor 17 Minuten

  • Je nach Krankenkasse zahlen Versicherte für die Grundversicherung mehr als doppelt so viel
  • Im schweizweiten Vergleich schneiden die Modelle von Agrisano, KPT und Sanitas am besten ab
  • App- und HMO-Modelle sind im Schnitt deutlich günstiger

Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Bald flattert bei Schweizerinnen und Schweizer wieder Post von ihrer Krankenkasse in die Briefkästen. Auf das nächste Jahr hin steigen die Prämien im Schnitt um 5 Prozent. Das ist ein happiger Aufschlag, der vielen zu schaffen macht. Wer sich nach einer günstigeren Kasse umsieht, kann viel sparen. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn neben sieben möglichen Franchisen stehen auch zahlreiche Versicherungsmodelle zur Auswahl. Da verliert man schnell den Überblick.

Der Vergleichsdienst Moneyland hat sich deshalb genau angeschaut, welche Krankenkassen besonders günstig sind – und wie sie im Vergleich zur Konkurrenz abschneiden. Dafür wurden 152 Produkte der Grundversicherung von allen 32 hiesigen Krankenkassen unter die Lupe genommen. Für den schweizweiten Vergleich wurden allerdings nur Produkte berücksichtigt, die in mindestens 28 der insgesamt 42 Prämienregionen erhältlich sind. Heisst: Regionale Kassen flossen nicht in den schweizweiten Konkurrenzvergleich ein. Als Massstab dient jeweils das günstigste Angebot in der entsprechenden Region. Je tiefer der durchschnittliche Aufpreis über alle Regionen, desto besser schneidet ein Produkt im Vergleich zur Konkurrenz ab. Verglichen wurden die Prämien für Franchisen von 300 und 2500 Franken, jeweils ohne Unfalldeckung.

Besonders gut performt das App-Sparmodell Agri Smart der Aargauer Agrisano. Es ist im Durchschnitt nur 2,3 Prozent teurer als das jeweils günstigste Angebot in den einzelnen Regionen. In vielen Regionen ist Agrisano sogar selbst der günstigste Anbieter. Wo das nicht der Fall ist, beträgt der Aufpreis laut Moneyland maximal 13,7 Prozent. Der Haken: In zahlreichen grossen Schweizer Städten wie Zürich, Genf, Lausanne, Luzern oder St. Gallen ist das Angebot gar nicht erhältlich.

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Ebenfalls günstig sind einzelne Produkte von KPT, Sanitas, ÖKK und Concordia. Sie liegen im Schnitt zwischen 3,3 und 4,7 Prozent über dem jeweils günstigsten Angebot.

Am anderen Ende der Rangliste sieht es düsterer aus: Das Standardmodell der Groupe-Mutuel-Tochter Philos liegt im Durchschnitt satte 39,2 Prozent über dem jeweils günstigsten Angebot. Auch die Standardmodelle von Avenir (34,8 Prozent), Visana (34,2 Prozent), Vita Surselva (34,1 Prozent) und Sana24 (33,7 Prozent) gehören zu den teuersten untersuchten Produkten.

In Uri kostet ein Angebot mehr als doppelt so viel

Wie gewaltig die Preisunterschiede ausfallen können, zeigt ein Beispiel aus dem Kanton Uri. Dort kostet das Standardmodell von Sana24 bei einer Franchise von 2500 Franken monatlich 560.80 Franken. Das günstigste Angebot, das Modell Casamed HMO der ÖKK, gibt es dagegen bereits für 267.50 Franken. Das macht eine Differenz von 293.30 Franken im Monat – oder 3519.60 Franken im Jahr!

Das Sana24-Angebot ist damit satte 109,6 Prozent teurer – und das bei derselben Grundversicherung. «Dass man in derselben Region für eine Krankenversicherung mehr als das Doppelte bezahlen kann, ist enorm», sagt Moneyland-Experte Ralf Beyeler dazu.

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App-Modelle sind besonders günstig

Auch wie sich die verschiedenen Versicherungsmodelle preislich unterscheiden, hat Moneyland analysiert. Dabei zeigt sich: Die sogenannten App-Modelle sind im Durchschnitt am günstigsten. Ihr Aufpreis gegenüber dem jeweils billigsten Angebot beträgt durchschnittlich 7,5 Prozent. Bei diesen Modellen müssen Versicherte vor einer Behandlung zuerst ihre Beschwerden in einer App erfassen. Ein KI-gestützter Symptom-Checker gibt anschliessend Empfehlungen ab oder verweist an einen Arzt.

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Auf dem zweiten Platz folgen die HMO-Modelle mit einem durchschnittlichen Aufpreis von 12,1 Prozent. Dahinter folgen Mischmodelle mit 12,2 Prozent, Hausarztmodelle mit 13 Prozent und Telmed-Modelle mit 14,3 Prozent. Besonders schlecht schneidet das klassische Standardmodell ab. Es ist im Durchschnitt 28,2 Prozent teurer als das jeweils günstigste Angebot.

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