Panik in Peking?: Jetzt meldet sich China im Iran-Krieg zu Wort
Panik in Peking?
Jetzt meldet sich China im Iran-Krieg zu Wort
China fordert den Iran auf, die Huthi-Angriffe im Jemen zu stoppen. Die Eskalation in der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab gefährdet internationale Handelsrouten und treibt Ölpreise in die Höhe. Dies trieb Peking offenbar dazu, zu reagieren.
Publiziert: vor 24 Minuten
Darum gehts
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- China drängt Iran, Huthi-Angriffe im Roten Meer einzudämmen
- Strategische Meerenge Bab al-Mandab gefährdet internationalen Schiffsverkehr
- Blockade könnte Ölpreise und Transportkosten weltweit in die Höhe treiben
Janine EnderliRedaktorin News
Peking hat offenbar genug von den Huthi-Angriffen. Auf Bitten Saudi-Arabiens soll China den Iran hinter den Kulissen aufgefordert haben, seine Verbündeten im Jemen zu bremsen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf drei Quellen.
Für China ist die Lage zunehmend heikel. Die Huthi greifen saudische Schiffe in einer strategisch wichtigen Region an: vor der Küste des Roten Meeres und nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Eine länger anhaltende Eskalation würde nicht nur die regionale Sicherheit, sondern auch den internationalen Schiffsverkehr beeinträchtigen.
Fürchtet China Flächenbrand?
Peking hat ein starkes wirtschaftliches Interesse an stabilen Handels- und Energierouten. Ein grosser Teil seiner Energieimporte kommt aus der Region. Gleichzeitig ist Peking der wichtigste Abnehmer iranischen Öls. China braucht also den Iran – will aber keinesfalls, dass dessen Verbündete die Öl- und Handelsrouten lahmlegen.
Die Strasse von Hormus ist bereits blockiert, nun gerät mit Bab al-Mandab die zweite strategische Meerenge unter Druck. Sollten beide Routen länger ausfallen, könnten Ölpreise und Transportkosten weltweit explodieren.
Das sagt das chinesische Aussenministerium
Der Iran zeigt sich von der chinesischen Intervention offenbar wenig beeindruckt. Die regionale Stabilität werde erst zurückkehren, wenn der US-israelische Krieg gegen den Iran beendet sei, soll die Antwort von Teheran gewesen sein.
Auf eine Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme erklärte das chinesische Aussenministerium: «China möchte nicht, dass sich die regionalen Spannungen weiter auf den Jemen und das Rote Meer ausweiten. Eine zunehmende regionale Instabilität liegt nicht im Interesse einer der beteiligten Parteien.»
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