Spezielles Spiel gegen Nordmazedonien: Weshalb für Nati-Star Jashari nur die Schweiz infrage kam
Spezielles Spiel gegen Nordmazedonien
Weshalb für Nati-Star Jashari nur die Schweiz infrage kam
Durch die Abwesenheit von Granit Xhaka rückt zum Auftakt der Nations League sein Stellvertreter Ardon Jashari in den Fokus. Für den Milan-Spieler ist das Spiel in Skopje gegen Nordmazedonien, das Geburtsland seiner Eltern, aus mehreren Gründen speziell.
Publiziert: vor 24 Minuten
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef
Ardon Jashari (24) trat rund 24 Stunden vor dem Nations-League-Auftakt gegen Nordmazedonien in Skopje vor die Medien, zusammen mit Nati-Trainer Murat Yakin und SFV-Medienchef Adrian Arnold. Doch im Bauch des Nationalstadions von Skopje bleibt der Spieler lange unbeachtet. Der Corona-Wirbel um Breel Embolo, der auf Wunsch der Verbandsführung nicht zum Team stossen wird, wirft Fragen auf. Embolo hatte sich 2021 bei einem Bekannten zwei gefälschte Covid-Testzertifikate beschafft und war dafür Ende 2025 mit einer bedingten Geldstrafe gebüsst worden, worüber er den Verband erst in dieser Woche informiert hat.
Erst als Yakin leicht genervt sagt, dass am nächsten Tag übrigens auch noch ein Spiel stattfinde, richtet sich der Fokus der Journalisten auf die sportliche Affiche – und damit auch auf Jashari. Denn diesem kommt eine besondere Aufgabe zu: den wegen eines gefälschten Impfzertifikats ebenfalls nicht anwesenden Captain Granit Xhaka zu ersetzen. Doch Jashari versucht gar nicht, sich als Eins-zu-eins-Ersatz des Rekord-Natispielers in Position zu bringen. «Ich hätte auch gerne mit Granit zusammengespielt», so Jashari. Und: «Ich versuche nicht, ihn zu ersetzen.»
Nur die Schweiz kam in Frage
Jashari und die Nati sind bislang noch keine Erfolgsgeschichte. Zwar stand der Zuger schon an drei Endrunden im Nati-Kader, dennoch bestritt er erst elf Länderspiele – und nur drei von Beginn an. Sein letztes im WM-Achtelfinal gegen Kolumbien, als er den verletzten Johan Manzambi ersetzte, in der Pause aber bereits wieder raus musste. Immerhin: Auch im Viertelfinal gegen Argentinien setzte Yakin in der Verlängerung auf ihn. Nun bietet sich Jashari in Abwesenheit von Xhaka die grosse Chance, sein Standing bei Yakin und innerhalb des Teams zu verbessern.
Aber nicht nur deswegen ist das Duell in Nordmazedonien ein spezielles. Jasharis Eltern sind hier aufgewachsen. Wenn immer möglich, reist Jashari einmal pro Jahr in das Land seiner Wurzeln, um Freunde und Verwandte zu treffen. Viele von ihnen werden am Samstag auch im Stadion sein. «Es ist ein emotionales, aber auch ein schönes Spiel für mich», sagt Jashari. Für ihn sei aber immer klar gewesen, dass er für die Nati spielen werde. «Für mich kam kein anderes Land infrage, weil ich in der Schweiz geboren und aufgewachsen bin und hier meine Ausbildung genossen habe.»
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