Tapola hat Ambri-Memo nicht gelesen – und beim HCD rumorts

Die Tabelle sagt, dass Ambri der erste Verfolger der nahezu unbesiegbaren ZSC Lions (17 Siege in 18 Spielen) ist. Doch nach Punkten pro Spiel ist der EVZ (2,151) noch vor den Tessinern (1,833). Die Mannschaft von Lauri Marjamäki ist in Fahrt gekommen, hat als einziges Team in der abgelaufenen Woche das Punktemaximum eingefahren, den SCB mit 8:1 gedemütigt und mit Grégory Hofmann (4 Tore, 3 Assists) den besten Skorer der Woche. Die Zuger sind auch die einzigen, die noch nicht gegen den ZSC gespielt haben. Am 14. November kommt es in Zürich zum ersten Duell mit dem Leader.
Verlierer: SC Bern
Der SCB schnupperte an den Spitzenteams und bekam auf die Schnauze. Gegen den ZSC (1:4) war man lange noch dran, im Endeffekt aber chancenlos. Gegen Zug gab es eine ernüchternde 1:8-Klatsche. Acht Gegentore hatten die Berner zu Hause letztmals vor zehn Jahren (1:8 gegen Kloten) kassiert. Daheim ist das Team von Serge Aubin auch noch keine Macht und nur die Nummer 9 der Liga. In den letzten vier Heimspielen schoss man nur fünf Tore und holte lediglich zwei Punkte.
Gewinner: Jussi Tapola
Der ehemalige SCB-Coach hat nicht nur alle seine drei Derbys gegen Lugano gewonnen, sondern Ambri sensationell auf Platz 2 geführt. Die Biancoblù spielen derzeit wie ein Spitzenteam. Tapola scheint das Klub-Memo, das in dieser Saison lediglich die Stabilisierung vorsah, nicht gelesen zu haben.
Verlierer: Brendan Lemieux
In den letzten Wochen hatten sich die Gegner einen Jux daraus gemacht, den HCD-Stürmer zu malträtieren, und die Schiedsrichter ahndeten das nicht immer. Man ahnte, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis Lemieux die Sicherungen durchbrennen. Gegen die SCRJ Lakers wuchtete er dann Nico Dünner rücksichtslos kopfvoran gegen die Bande. Die Folge: Restausschluss, vorsorgliche Sperre und ein Verfahren.
Verlierer: Hektische Schiedsrichter
Beim Vergehen von Brendan Lemieux gegen Nico Dünner pfeifen die Schiedsrichter zu hektisch ab – sodass das 4:2 des Rappi-Captains ins leere Tor nicht zählt. Da Davos danach in Unterzahl ausgleicht und im Penaltyschiessen gewinnt, entgehen den Lakers zwei Zähler. Bei allem Verständnis für die Sorge um Opfer Dünner, der unverletzt blieb, hätten die Unparteiischen mindestens die eine Sekunde noch abwarten sollen, um zu sehen, ob Dünners Schuss im Tor landet.
Verlierer: HC Davos
Nur die verfrühten Pfiffe gegen die Lakers verhindern, dass der Vize-Meister die Woche mit drei Niederlagen beendet. Beim HCD knorzt es. Und auch intern steht die Transferpolitik in der Kritik. «Wir haben gute Spieler verloren. Und ob sie gross ersetzt wurden, weiss ich jetzt nicht», sagte Nati-Verteidiger Sven Jung unlängst gegenüber der «Südostschweiz». Die Nati-Spieler Knak (schon 12 Tore für den ZSC!) und Fora sowie Chris Egli, Gredig, Dahlbeck, Barandun, Guebey und vor allem Captain Stransky (letzte Saison 35 Tore) gingen. Derweil holte der HCD die Nati-Spieler Dominik Egli und Jäger sowie Allard, Schreiber, Steiner, Van der Kaaij und nach den Verletzungen von Ryfors und Asplund die Ausländer Gernat und Blandisi.
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Gewinner: Stéphane Charlin
Vor dieser Woche hatte Servette noch den Tritt und viermal in Folge verloren und dabei 21 Tore kassiert. Doch jetzt gelingt dem Team von Sam Hallam die Korrektur, obwohl immer noch fünf Ausländer verletzt fehlen. Bei den drei Siegen hext Goalie Stéphane Charlin wie einst vor zwei Saisons bei Langnau. Er wehrt 82 von 85 Schüssen auf sein Tor ab.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 18 | 37 | 47 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 18 | 4 | 33 | |
3 | Genève-Servette HC | 19 | -6 | 32 | |
4 | SCL Tigers | 19 | 10 | 29 | |
5 | EV Zug | 13 | 22 | 28 | |
6 | SC Bern | 17 | -1 | 28 | |
7 | HC Fribourg-Gottéron | 18 | 13 | 27 | |
8 | Lausanne HC | 20 | -10 | 26 | |
9 | HC Ajoie | 19 | -6 | 25 | |
10 | HC Davos | 19 | -10 | 24 | |
11 | EHC Biel | 18 | -3 | 23 | |
12 | HC Lugano | 18 | -6 | 22 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 19 | -19 | 19 | |
14 | EHC Kloten | 19 | -25 | 18 |
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