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Wednesday, October 7, 2026

«1200 Millionäre jeden Tag»: UBS-Chef verteidigt US-Pläne

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UBS-CEO Sergio Ermotti im Interview mit dem US-TV-Sender «CNBC».«CNBC»

Darum gehts

  • UBS-Chef Sergio Ermotti verteidigt im US-Sender CNBC die starke Präsenz der Bank in den USA.
  • 40 Prozent aller Millionäre weltweit leben in den USA – täglich kommen laut Ermotti 1200 neue dazu.
  • Europa «wächst definitiv nicht», weshalb die UBS dort auf Marktanteile statt auf Wachstum setzt.

Die Gerüchte um einen UBS-Wegzug in die USA halten sich hartnäckig. Nach dem Ständerats-Entscheid für härtere Eigenkapitalregeln für Auslandstöchter der letzten Schweizer Grossbank verteidigte UBS-CEO Sergio Ermotti die Präsenz der Bank in den USA.

Im Interview mit dem US-Fernsehsender «CNBC» in der Sendung «Squawk on the Street» sprach Ermotti darüber, wie wichtig der US-Markt für die Bank sei. 40 Prozent aller Millionäre weltweit würden in dem Land leben und täglich kämen 1200 neue Millionäre dazu. «Als globaler Vermögensverwalter muss man in den USA sein, um erfolgreich zu sein», sagte Ermotti.

In den USA und in Asien sehe die UBS Wachstum, was die Wertschöpfung betreffe. Deshalb wolle die Bank dort auch weiter investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Europa hingegen «wächst definitiv nicht». Der Kontinent sei kein Markt, in dem die UBS durch Wohlstandsschaffung wachsen könne. Stattdessen wolle die Bank in Europa Marktanteile gewinnen.

Europa «braucht harte Massnahmen»

In Europa schwächelt das Schwergewicht Deutschland seit Jahren. In Frankreich droht derweil eine Schuldenkrise. Im Interview auf Frankreich angesprochen, verweist Ermotti auf ähnliche Situationen in Spanien, Italien, Portugal und Griechenland. Gleichzeitig erzielten diese Länder nach der Schuldenkrise nun das grösste Wachstum in Europa. In den anderen betroffenen Ländern seien nun ebenfalls harte Massnahmen nötig.

Wie beurteilst du Sergio Ermottis Aussage, dass Europa definitiv nicht wächst?

Allerdings könnte sich die UBS auch deshalb nur schwer von den USA abwenden, weil der Konzern sonst Steuergutschriften in Milliardenhöhe an den US-Staat zurückzahlen müsste, wie das Finanzportal «Muula» berichtet. Sowohl die UBS als auch die Credit Suisse hätten von riesigen Steuererstattungen profitiert.

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Fabian Pöschl

Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft

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