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Wednesday, October 21, 2026

116 Kinder starben: Aberfan verfolgte die Queen ihr Leben lang

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  • König Charles, Königin Camilla und Prinz William haben in Aberfan des Grubenunglücks vor 60 Jahren gedacht.
  • Beim Unglück im walisischen Dorf starben am 21. Oktober 1966 144 Menschen, darunter 116 Kinder.
  • Die Royals legten Kränze und Blumen nieder und trafen Überlebende, Hinterbliebene und frühere Einsatzkräfte.

Mit ernsten Mienen haben König Charles, Königin Camilla und Prinz William in Aberfan des Grubenunglücks vor 60 Jahren gedacht. Bei der Katastrophe im walisischen Dorf kamen am 21. Oktober 1966 insgesamt 144 Menschen ums Leben, darunter 116 Kinder.

Nach heftigen Regenfällen war eine riesige Abraumhalde des oberhalb des Dorfes gelegenen Kohlebergwerks ins Rutschen geraten. Die Schlammlawine begrub die Pantglas Junior School sowie mehrere umliegende Häuser unter sich. Aberfan liegt unweit von Merthyr Tydfil im Süden von Wales.

Rettungskräfte und Dorfbewohner graben 1966 nach Überlebenden in den Schlammmassen, die die Pantglas Junior School verschütteten.

Rettungskräfte und Dorfbewohner graben 1966 nach Überlebenden in den Schlammmassen, die die Pantglas Junior School verschütteten.IMAGO/Avalon.red

Eine weisse Rose auf jedem Grabstein

Um 9.15 Uhr hielten Menschen in ganz Wales eine Schweigeminute ab. Überlebende, Hinterbliebene und Mitglieder der Gemeinde nahmen anschliessend an einer privaten Gedenkfeier im Aberfan Memorial Garden teil, der sich auf dem Gelände der ehemaligen Schule befindet. Hunderte Menschen gingen den steilen Hügel hinauf, um sich an den Gräbern zu versammeln. Auf jedem Grabstein lag vor Beginn der Zeremonie eine weisse Rose.

Charles und sein Sohn William legten Kränze nieder, Camilla einen Blumenstrauss. Anschliessend trafen die Royals ehemalige Einsatzkräfte, Überlebende, trauernde Eltern, frühere Schülerinnen und Schüler sowie Geschwister der Opfer. Auch Mitglieder der «Aberfan Wives» waren anwesend – einer Selbsthilfegruppe für Mütter, die bei der Katastrophe ihre Kinder verloren hatten.

Aberfan verfolgte die Queen ihr Leben lang

Der Auftritt von Charles und William steht in deutlichem Kontrast zur Reaktion von Königin Elizabeth II. Die inzwischen verstorbene Monarchin besuchte Aberfan erst acht Tage nach dem Unglück, kurz nach einer Massenbeerdigung. Ihr Ehemann Prinz Philip, ihr Schwager Lord Snowdon und der damalige Premierminister Harold Wilson waren bereits unmittelbar nach der Katastrophe vor Ort.

Ihr früherer Privatsekretär Lord Charteris sagte später, er habe der Königin damals fälschlicherweise geraten, sich fernzuhalten, bis der erste Schock abgeklungen sei. Das Zögern in den Tagen nach der Katastrophe soll Elizabeth II. während ihrer gesamten Regentschaft besonders bedauert haben.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Kind verloren?

Hier findest du Hilfe:

Kindsverlust.ch, Beratung bei Kindstod vor, während und nach Geburt

SIDS, nach plötzlichem Kindstod

Appella, Telefon- und Onlineberatung bei früher Fehlgeburt

Pro Pallium, Trauergespräche und Trauertreffen

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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