Rachel textete «Aua» – dann starb sie kurz vor dem Marathon-Ziel

- Die 24-jährige Rachel Apa ist am Sonntag während des New-York-City-Marathons gestorben.
- Knapp drei Kilometer vor dem Ziel brach sie zusammen, im Mount Sinai Medical Center starb sie am Abend.
- Laut ihrem Vater Steve war es die seltene Erkrankung Rhabdomyolyse, bei der Muskelgewebe zerfallen kann.
Knapp drei Kilometer vor dem Ziel brach Rachel Apa plötzlich zusammen. Die 24-Jährige starb am Sonntag während des New-York-City-Marathons. Ihr Vater Steve stand am Streckenrand und feuerte seine Tochter an. «Sie war in hervorragender körperlicher Verfassung», sagte er der «New York Times».
Auch Rachels Mutter war vor Ort. Sie filmte ihre Tochter, als diese nach 22 Kilometern lächelnd an ihr vorbeilief. Sieben Kilometer später scheint Rachel erstmals gespürt zu haben, dass etwas nicht stimmte: Sie schrieb ihrem Vater «Aua», eineinhalb Kilometer später folgte die Nachricht «Aua, aua». Als die 24-Jährige bereits 37 der insgesamt 42 Kilometer zurückgelegt hatte, schrieb Steve seiner Tochter: «Letzte Etappe.» Eine Antwort erhielt er nicht mehr.
Rachel Apa starb an den Folgen einer Rhabdomyolyse
Ein Passant begann nach dem Zusammenbruch mit Wiederbelebungsmassnahmen. Das medizinische Team des Marathons setzte anschliessend einen Defibrillator ein, bevor Rachel ins Mount Sinai Medical Center gebracht wurde. Die Ärzte versuchten, sie zu retten, doch sie starb am Sonntagabend.
Ihr Vater erklärte der «New York Times», Rachel sei an Rhabdomyolyse gestorben. Bei dieser seltenen Erkrankung kann es infolge starker körperlicher Belastung zum Zerfall von Muskelgewebe kommen.
Rachel hatte vor Kurzem ein MBA-Studium an der Charleston Southern University begonnen. Der New-York-City-Marathon war ihr erster. Sie lief für das Team «Parkinson’s Champions» zu Ehren ihres Grossvaters, der 2022 an Parkinson gestorben war.
«Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod einer unserer Läuferinnen nach dem gestrigen Rennen», teilten die New York Road Runners, die den Lauf organisieren, in einer Stellungnahme mit. Nach Angaben des Veranstalters hatte es zuletzt 2024 einen Todesfall infolge eines medizinischen Notfalls bei diesem Rennen gegeben.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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