«Bin sprachlos»: Unbekannter schiesst Kater Wisi in den Kopf

- In Widnau SG ist ein 14-jähriger Kater mit einem Luftgewehr angeschossen worden.
- Der Besitzer erstattet Anzeige gegen Unbekannt und verteilt Flyer in der Nachbarschaft.
- Die Tat soll sich am Dienstag, 13. Oktober, zwischen 15.30 und 20.30 Uhr bei der Gartenstrasse ereignet haben.
Als ein Rheintaler bereits im Bett liegt, kommt sein Kater Wisi schreiend ins Zimmer. Am Kopf des Vierbeiners stellt er eine Wunde fest. Laut dem Tierschutzverein Rheintal hat eine bislang unbekannte Person in Widnau mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen.
Der Vorfall soll sich am Dienstag, 13. Oktober, zwischen 15.30 und 20.30 Uhr im Bereich der Gartenstrasse ereignet haben. Der Tierschutzverein veröffentlichte auf Social Media ein Foto, auf dem eine Verletzung am Kopf des Katers zu sehen ist.
Der Kater musste notfallmässig behandelt werden
Der Kater erholt sich derzeit wieder, musste aber notfallmässig behandelt werden, wie der Halter gegenüber 20 Minuten erzählt. «Am Abend bin ich ins Bett und kurz danach kam die Katze schreiend ins Zimmer. Da sah ich plötzlich die Wunde am Kopf», erzählt der Rheintaler.
Er habe unter der Notfallnummer bei einer Tierärztin angerufen. «Sie meinten, ich soll sofort hingehen.» Vor Ort schloss die Tierärztin einen Kampf aus und stellte fest, dass es sich um eine Schussverletzung durch ein Luftgewehr handelt. «Sie haben mir dann auch gesagt, dass das heutzutage kein Kavaliersdelikt ist und ich Anzeige erstatten kann.» Dies tat der Katzenhalter später auch.
«Ich war sprachlos und enttäuscht, dass jemand in der Nähe wohnt, der sowas macht.»
«Ich war sprachlos und enttäuscht, dass jemand in der Nähe wohnt, der sowas macht», sagt der Halter im Gespräch. Um die Leute in der Umgebung zu sensibilisieren und ein Zeichen zu setzen, habe er Flyer ausgedruckt und in der ganzen Nachbarschaft verteilt. «Ich bin ein positiver Mensch. Ich denke, dass das nicht mehr passieren wird.»
Der Kater ist bereits 14 Jahre alt und schon immer Freigänger. «Bis jetzt ist noch nie so etwas passiert. Das ist schon verrückt», sagt der Halter. Aus welchem Grund jemand das machen könnte, kann er sich nicht erklären. «Ich bezweifle, dass ich jemals herausfinden werde, wer das war.»
Polizei sucht Zeugen
Mit dem Beitrag auf Facebook hofft der Tierschutzverein auf Beobachtungen aus der Bevölkerung. Gesucht werden Personen, die im fraglichen Zeitraum etwas Verdächtiges gesehen oder entsprechende Geräusche wahrgenommen haben.
Bei der Polizei ist eine Anzeige gegen Unbekannt eingegangen. Hinweise zum Vorfall nimmt der Polizeiposten Widnau entgegen. Wer am Dienstagnachmittag oder -abend rund um die Gartenstrasse etwas Auffälliges beobachtet hat, wird gebeten, sich zu melden.
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Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
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