Indonesien – Erdbeben vor Indonesien fordert mindestens 38 Todesopfer

- Ein Erdbeben der Stärke 7.7 vor der Insel Flores hat den Osten Indonesiens erschüttert.
- Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen mindestens 38 Personen ums Leben.
- Nach dem Hauptbeben wurden mehrere Nachbeben registriert.
Zwei Menschen seien noch unter Trümmern verschüttet, sechs weitere wurden teils schwer verletzt, sagte der Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Maumere, dem Sender TvOne. Zahlreiche Wohnhäuser und andere Gebäude wurden beschädigt.
Das Beben ereignete sich der US-Erdbebenwarte (USGS) zufolge am Vormittag (Ortszeit) in einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Das Epizentrum lag vor der Küste, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel.
Tsunami-Warnung aufgehoben
Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6.1 und 5.9. Rund drei Stunden nach dem Beben hob die zuständige Behörde die Tsunami-Warnung wieder auf.
Besonders stark war das Beben in den Provinzen Ost-Nusa Tenggara und West-Nusa Tenggara sowie Teilen von Süd-Sulawesi zu spüren. Nach Angaben der Behörden dauerte die Erschütterung in mehreren Gebieten rund eine Minute.
Insel Flores: Komodo-Tourismus & abgelegene Orte
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Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmässig zu Beben und Vulkanausbrüchen.
Die Insel gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im nahen Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die gut zwei Meter lang werden können. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen.
Der Polizeichef von Ost-Nusa Tenggara, Rudi Darmoko, sagte, Stromausfälle in Städten und Dörfern hätten den Informationsfluss behindert und die Such- und Rettungsmassnahmen erschwert. «Wir sammeln weiterhin Berichte über Schäden und Opfer, aber es gibt Kommunikationsstörungen», sagte Darmoko.
In Maumere auf der Insel Flores stürzten Teile eines Gebäudes ein. In einem Bezirk der Provinz Ost-Nusa Tenggara wurden zudem Patienten eines Spitals vorsorglich ins Freie gebracht. Medien berichteten ausserdem von mindestens einem Erdrutsch.
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