Grosse Uefa-Analyse: Wo die Schweiz top ist und wer fast 2 Millionen Fans anlockt
Grosse Uefa-Analyse
Wo die Schweiz top ist und wer fast 2 Millionen Fans anlockt
Die Schweiz ist im europäischen Fussball eine kleine Nummer – aber nicht in allen Bereichen. Ein neuer Uefa-Report zeigt, wo die Super League bei Spielern, Trainern, Transfers und Zuschauerzahlen im Vergleich mit anderen Ländern steht.
Publiziert: vor 11 Minuten
Aktualisiert: vor 1 Minute
Darum gehts
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- 242 Millionen Fans besuchten 2025/26 europäische Stadien – neuer Rekord
- Schweizer Klubs erzielten 44 Mio. Franken Transfer-Plus durch Verkäufe und Käufe
- Manchester City stellte 19 WM-Spieler, die meisten aller Klubs weltweit
Joël HahnRedaktor Sport
242 Millionen Menschen haben in der vergangenen Saison Fussballspiele in europäischen Stadien besucht. Gleichzeitig wurden auf dem Transfermarkt Milliarden verschoben, Hunderte Trainer entlassen und immer mehr Spieler eingesetzt. Der neue Uefa-Bericht zeigt, wie gross und dynamisch der europäische Klubfussball geworden ist. Blick hat die spannendsten Zahlen herausgepickt.
In der Schweiz kommen immer mehr Spieler zum Einsatz
Wer eine Saison in der Super League verfolgt, sieht längst nicht nur elf Stammspieler. Schweizer Klubs setzten 2025/26 durchschnittlich 32,3 verschiedene Spieler ein. Damit liegt die Schweiz europaweit auf Rang 18.
Zum Vergleich: In der Bundesliga kamen die Klubs mit durchschnittlich 28,2 Spielern über die Saison. Auch auf dem Transfermarkt steht die Schweiz gut da: Die Klubs gaben geschätzte 45 Millionen Franken aus, nahmen durch Verkäufe aber rund 89 Millionen ein. Unter dem Strich ergibt das ein Transfer-Plus von 44 Millionen Franken.
Schweizer Trainer haben fast immer selbst gespielt
90 Prozent der Schweizer Cheftrainer hatten selbst eine hochklassige Spielerkarriere. Damit liegt die Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 68 Prozent. In Portugal hatten nur 39 Prozent der Trainer eine solche Spielerkarriere. Der klassische Weg vom Ex-Profi an die Seitenlinie ist in der Schweiz damit besonders verbreitet.
Auch im Frauenfussball fällt die Schweiz auf
Auch bei den Frauen gehören Schweizer Klubs zur Spitze. Schweizer Teams nahmen durchschnittlich 4,5 Auswechslungen pro Spiel vor. Das ist gemeinsam mit Dänemark der höchste Wert im Uefa-Vergleich. Zudem kamen bei Schweizer Klubs durchschnittlich 27,9 Spielerinnen zum Einsatz. Nur Dänemark liegt mit 28,8 noch höher.
Trainer bleiben nicht lange
In den 54 untersuchten europäischen Topligen gab es 2025/26 insgesamt 738 Wechsel auf dem Trainerposten. 488 davon passierten während der laufenden Saison, also rund zwei Drittel. In Deutschland, England und Frankreich waren es jeweils zwölf Trainerwechsel während der Saison, in Italien elf und in Spanien acht.
Real lockt fast 1,9 Millionen Menschen an
Real Madrid führte die Zuschauerstatistik an: Insgesamt 1'891'050 Menschen kamen 2025/26 zu den Heimspielen in Liga, Cup und europäischen Wettbewerben.
Auch die Bundesliga sorgt für volle Stadien. Borussia Dortmund kam auf einen Schnitt von 81'365 Zuschauern. Die deutsche Liga führte Europa mit durchschnittlich 42'329 Fans pro Spiel an und erreichte eine Stadionauslastung von 97 Prozent. In der Schweiz waren es 12'331 Zuschauer. Insgesamt besuchten 242 Millionen Menschen Spiele in europäischen Stadien, zum vierten Mal in Folge ein Rekord.
England dominiert den Transfermarkt
Englische Klubs investierten im Sommer 2026 rund 4,3 Milliarden Franken in neue Spieler, mehr als die acht nächstgrössten europäischen Transfermärkte zusammen.
Auch innerhalb Englands fliesst viel Geld: Spieler wechselten zwischen englischen Klubs für geschätzte 2 Milliarden Franken. Damit entfielen 60 Prozent des gesamten Werts der nationalen Transfermärkte weltweit auf den englischen Binnenmarkt. 2025 waren es noch 49 Prozent.
Bei 52 Prozent des weltweiten Transferwerts war zudem mindestens ein englischer Klub beteiligt. Insgesamt gaben Europas Klubs im Sommer 9,5 Milliarden Franken für neue Spieler aus, so viel wie noch nie.
Manchester City schickte 19 Spieler zur WM
Manchester City stellte mit 19 Spielern die meisten WM-Teilnehmer aller Klubs. Bayern München hatte zwar weniger Spieler im Turnier, dafür kamen seine WM-Fahrer zusammen auf die meisten Spielminuten: 5800. Insgesamt kamen die 1248 WM-Spieler aus 452 verschiedenen Klubs aus 68 Ländern. 68 Prozent waren einem europäischen Fussballverband zugeordnet.
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