Sechs Vorfälle in zwei Tagen: Mysteriöse Bombendrohungen unterbrechen Flüge in Europa

Sechs Vorfälle in zwei TagenMysteriöse Bombendrohungen unterbrechen Flüge in Europa
03.11.2026, 15:34 Uhr
Innerhalb weniger Stunden gehen gleich mehrere Bombendrohungen gegen Flüge nach Warschau und Sofia ein. Spezialkräfte durchsuchen die Maschinen, finden aber nichts Verdächtiges. Auch in Rom werden zwei Maschinen durchsucht. Ein Vorfall von gestern passt ebenfalls in das Muster.
Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge haben an Flughäfen in Europa erneut für Aufregung gesorgt. So wurden an den beiden Warschauer Flughäfen zwei gelandete Flugzeuge überprüft. Eine Maschine der polnischen Fluggesellschaft LOT aus London musste am Vormittag außerplanmäßig auf dem Flughafen Warschau-Modlin landen. Die Boeing 737 MAX mit 181 Menschen an Bord wurde evakuiert und durchsucht. Der Flughafen etwa 35 Kilometer außerhalb der polnischen Hauptstadt wurde kurzzeitig gesperrt, konnte aber am Mittag wieder öffnen.
Fast zeitgleich gab es eine Bombendrohung gegen einen Flug der skandinavischen Airline SAS von Kopenhagen nach Warschau. Diese Maschine landete auf dem innerstädtischen Flughafen Chopin, wo eigentlich auch die LOT-Maschine landen sollte, und wurde ebenfalls inspiziert. Hier lief der Betrieb allerdings normal weiter, und die Behörden gaben wenig später Entwarnung.
Aufregung gab es auch in Italien wegen zwei Ryanair-Flügen. Wie die BBC berichtete, wurden eine Maschine aus Lissabon und eine aus Dublin am Flughafen Rom-Fiumicino wegen Bombendrohungen durchsucht. Demnach verliefen die Überprüfungen negativ und die Warnungen wurden wenig später aufgehoben.
Einen ähnlichen Vorfall gab es am Flughafen der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Dort landete eine Maschine aus Israel, nachdem eine Bombendrohung per E-Mail eingegangen war. Antiterror-Einheiten untersuchten das Flugzeug auf Sprengstoff, wie die Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Innenministerium meldete.
Erst am Montag war ein Flugzeug der ungarischen Billig-Airline Wizz Air auf dem Weg von London nach Sofia wegen einer Bombendrohung in die ungarische Hauptstadt Budapest umgeleitet worden. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Flugzeugs wurden Wizz Air zufolge keine gefährlichen Gegenstände entdeckt. Der Passagierjet konnte später seine Reise fortsetzen. Ob die Vorfälle in Polen, Bulgarien und Ungarn miteinander zusammenhängen, ist bislang unklar.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.