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Monday, September 14, 2026

Für sie war es der erste Schultag seit dem Brand in Crans-Montana

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  • Sofia, Francesca, Kean und Leonardo, vier Opfer der Brandnacht von Crans-Montana, sind nach monatelangem Spitalaufenthalt erstmals wieder zur Schule gegangen.
  • Die Schule begrüsste die vier Verletzten mit Applaus und Umarmungen.
  • Ihr Schulalltag ist noch angepasst: späterer Schulbeginn, bequeme Stühle, Befreiung vom Sport und weitere Spitaltermine.

Für Sofia, Francesca, Kean und Leonardo war dieser Montag der erste Schultag – nicht nach den Sommerferien, sondern von diesem Jahr. Die vier Teenager gehören zu den Opfern der Brandnacht von Crans-Montana. Den Grossteil des Jahres haben sie im Spital verbracht.

Nun konnten sie ihre Klassenkameraden am Liceo Virgilio in Mailand wiedersehen. Und es wurde emotional. «Ich sah, wie mein Sohn von seinen Klassenkameraden umarmt wurde», erzählt eine Mutter gerührt dem «Corriere della Sera». «Ich bin glücklich und danke allen», sagte Kean am Ende des Schultags. «Nach Monaten im Spital freute ich mich wirklich, wieder hier zu sein», so Leonardo.

Wiedersehen macht Freude

Es sind Szenen der Freude, die der «Corriere von vor Ort» beschreibt. Die vier Verletzten wurden mit Applaus von der Schule begrüsst. Von einigen Mitschülern wurden sie sorgfältig umarmt. Bei so manchem sollen die Augen feucht geworden sein.

«Francesca sehnt sich nach Menschen, nach vielen Menschen um sich herum», erzählt ihre Mutter dem «Corriere». Deshalb möchte sie sich nach siebeneinhalb Monaten in einem kleinen Zimmer im Bett unbedingt vollständig erholen.»

«Der schönste Moment war, als wir das Klassenzimmer betraten und alle unsere Klassenkameraden wiedersahen», so Leonardo. «Wir hatten uns acht Monate lang nicht in der Schule gesehen.»

Normalität noch lange nicht zurück

Im Klassenzimmer standen vier bequeme Bürostühle für die Verletzten bereit. Zudem wurden Ventilatoren aufgestellt, damit sie unter den Stützgürteln und Verbänden nicht zu sehr unter der Hitze leiden müssen. Noch ist der normale Alltag für die vier nicht zurückgekehrt. «Natürlich werden wir es etwas langsamer angehen lassen, denn wir können nicht sofort von null auf hundert durchstarten», erklärt Leonardo.

Ihr Schultag begann eine Stunde später, hörte aber wie bei allen anderen um 13 Uhr auf. Danach müssen zumindest Leonardo und Kean ins Spital zur weiteren Behandlung. Ihr Schulalltag muss sich an sie anpassen. Einige der vier haben eine eingeschränkte Handbeweglichkeit, was das Mitschreiben erschwert.

Alle vier sind vom Sportunterricht befreit, dafür müssen sie weiterhin viele Arzttermine wahrnehmen: Physiotherapie, Laserbehandlungen und sogar Operationen. «Wir hoffen, dass sie so viel Zeit wie möglich im Unterricht verbringen können», erklärt der stellvertretende Schulleiter Mario Secone, «werden aber je nach ärztlicher Verordnung alle notwendigen Massnahmen ergreifen.»

Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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