Mehr als 30 Tote bei russischem Angriff auf Busse

Bombenattacke in der Ukraine
Mehr als 30 Tote bei russischem Angriff auf Busse
Russland hat am Donnerstag wohl die zivile Infrastruktur in der Ukraine ins Visier genommen. Bei einem Bombenangriff auf zwei Zivilbusse in der Stadt Kramatorsk starben laut Rettungskräften 33 Menschen.
Publiziert: vor 36 Minuten
- Bei wohl russischem Angriff auf Busse in Kramatorsk starben 33
- 18 wurden verletzt; Filashkin spricht von gezieltem Angriff
- Busse pausieren; zuvor starben in Kiew und Pryluky sechs
Mattia JutzelerRedaktor News
Es sind schlimme Bilder aus der ukrainischen Frontstadt Kramatorsk, die derzeit in den sozialen Medien auftauchen. Zu sehen sind ausgebrannte Bushüllen, augenscheinlich ratlose Rettungskräfte und regungslose Körper auf einer Strasse. Veröffentlicht hatte die Fotos Dmytro Lubinets, der Beauftragte des ukrainischen Parlaments für Menschenrechte.
Bei einem russischen Gleitbombenangriff auf zwei Zivilbusse in Kramatorsk starben am Donnerstag mehr als 30 Menschen. Ukrainische Rettungskräfte meldeten am Mittag 33 Todesopfer. Weitere 18 Menschen wurden verletzt, berichtete unter anderem die BBC.
«Die Russen greifen gezielt Zivilisten an»
Vadym Filashkin, Gouverneur der Oblast Donezk, bestätigte die Opferzahlen in einer Mitteilung und erhob schwere Vorwürfe gegen den Kreml. «Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann.»
Der öffentliche Verkehr in mehreren Frontstädten in Donezk, unter anderem in Kramatorsk, wurde nach dem Angriff vorerst eingestellt. «Die Sicherheit der Einwohner hat derzeit oberste Priorität», so der Gouverneur weiter. Das Gebiet Donezk ist Teil der Industrieregion Donbass, auf die Kreml-Chef Wladimir Putin (74) Anspruch erhebt.
Neue Attackenserie
Die Attacke in Kramatorsk ist nur die letzte in einer langen Reihe russischer Luftangriffe, die in letzter Zeit in immer kürzeren Abständen auf die Ukraine treffen. Bereits am Mittwoch starben insgesamt mindestens sechs Menschen bei Attacken in der Hauptstadt Kiew und in Pryluky. Unter anderem ein mehrstöckiges Wohnhaus geriet ins Visier der russischen Streitkräfte.
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