Kurz vor Saisonstart: Kilde erleidet wieder schlimme Verletzung

Eine Hiobsbotschaft aus dem Lager des norwegischen Ski-Stars Aleksander Aamodt Kilde. Der 34-Jährige Speed-Crack ist im Abfahrtstraining in Chile gestürzt und hat sich dabei eine üble Verletzung zugezogen, teilt der norwegische Skiverband am Donnerstag mit. Die Rede ist von einem Riss der Achillessehne.
Kilde ist nun auf dem Rückweg in seine Wahlheimat Innsbruck um dort weiter untersucht und behandelt zu werden. Wie lange er nun aufgrund der gravierenden Blessur ausfällt, ist unklar.
Ist dies das Karriereende für Kilde?
Es ist der nächste herbe Rückschlag auf dem langwierigen Weg zurück an die Weltspitze. Im Januar 2024 stürzte der Norweger im Ziel-S am Lauberhorn heftig und zog sich Horror-Verletzungen zu. Im letzten Winter kehrte er in den Weltcup zurück, musste die Saison aber vorzeitig abbrechen.
Kurz vor den Olympischen Spielen 2026 teilte er mit: «Durch den plötzlichen Anstieg des Trainings im Renntempo braucht mein Körper mehr Zeit, als mein Kopf es gerne hätte. Das hat zu den Rückenproblemen geführt, die mich von Kitzbühel ferngehalten und das Rennen in Crans-Montana alles andere als einfach gemacht haben.»
Die Saison zu beenden, sei nicht das, was er wolle, «aber rückblickend bin ich stolz darauf, wofür diese Rückkehr steht.»
Dass Kilde in diesem Winter auf der grössten Ski-Bühne zu sehen sein wird, ist unwahrscheinlich. Eine vollständige Genesung nach einem Riss der Achillessehne dauert mehrere Monate. Angesichts seines doch schon «höheren» Alters für einen Skirennfahrer, ist auch fraglich, ob er je wieder in den Weltcup zurückkehren wird.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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