DBB-Team tanzt und weint: "Döner", "Bierchen", "Worte weg": Deutschlands WM-Rausch kennt keine Grenzen

"Döner", "Bierchen", "Worte weg": Deutschlands WM-Rausch kennt keine Grenzen
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10.09.2026 | 20:19 Uhr
Die DBB-Frauen schreiben Geschichte bei der Heim-WM. Die Arena in Berlin kocht beim Halbfinaleinzug über, die deutschen Basketballerinnen, die vor einigen Jahren noch zweitklassig waren, kämpfen mit den Tränen - und kommen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus.
Immer wieder schlug Leonie Fiebich auf dem Parkett ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen, einmal mehr bebte die Berliner Uber Arena. Dann tanzten die deutschen Basketballerinnen minutenlang auf dem Court und anschließend vor dem Fanblock "Wilde 13". Einige hatten Tränen in den Augen. Nyara Sabally (16 Punkte, 12 Rebounds) reckte die Trophäe für die Spielerin des Spiels in die Höhe wie den WM-Pokal.
Nach einem Coup gegen Belgien greifen die DBB-Frauen bei ihrer Heim-WM tatsächlich nach einer Medaille, die Party geht weiter. Bei der ersten Viertelfinalteilnahme der Geschichte schlug das Team von Bundestrainer Olaf Lange den Europameister 93:74 (42:35) und hat nun zwei Chancen, sein großes Ziel zu erreichen. Party-Klassiker wie "Tage wie diese" oder "Perfekte Welle" dröhnten angesichts der deutlichen deutschen Führung schon in voller Lautstärke durch die Arena, als die Partie noch nicht mal beendet war.
"Ich bin so stolz auf jede einzelne Spielerin", sagte Fiebich, die endlich eine offensive Leistungsexplosion aufs Parkett zauberte, bei MagentaTV, "wir werden heute Abend auf jeden Fall feiern". Der Erfolg sei "ziemlich geil" und das Ergebnis einer Teamleistung. "Es kann jeden Abend eine andere sein, wir haben Waffen von überall." Dass sie direkt ihren ersten Dreier traf, "hat natürlich geholfen", sagte sie später.
"Stimme weg, wir sind im Halbfinale"
Bei ProSieben erklärte die WNBA-Spielerin, die mit den Tränen kämpfte, dass sie zurück zu ihrer Mannschaft müsse, weil sonst die ganzen Emotionen live im TV aus ihr herausbrechen würden. Sie wolle sich erstmal "ein Bierchen" genehmigen, sagte Fiebig. Sabally sagte eine Minute zuvor bei dem Sender, sie brauche eine "Eistonne" und einen "Döner". Die gebürtige Berlinerin hob noch einmal die frenetischen deutschen Fans heraus, die unentwegt für Stimmung in der Halle gesorgt hatten.
"Hammer! Ich habe es noch immer nicht realisiert", jubelte Luisa Geiselsöder in der Mixed Zone. Und ihr Bundestrainer Olaf Lange jubelte über "ein unglaubliches Erlebnis" und fügte an: "Wir hören nicht auf." Der DBB schrieb in den sozialen Medien: "Worte weg, Stimme weg, wir sind im Halbfinale".
Für die deutschen Basketballerinnen ist es schon jetzt der größte Erfolg überhaupt. Vor einigen Jahren war das Team international noch zweitklassig, nun ist es in der Weltspitze angekommen und fordert zunächst am Samstag (16.30 Uhr/MagentaTV) im Halbfinale Frankreich. "Das ist auf jeden Fall ein Brocken", sagte Kapitänin Marie Gülich auch wegen der zuletzt schlechten Ergebnisse mit Blick auf den Gegner. Sie habe dennoch "Bock" auf das Duell, "weil ich weiß, wir sind auf diesem Level und können da mithalten".
Je nach Ausgang geht es anschließend am Sonntag im Finale (20 Uhr) oder im Spiel um Platz 3 (16.30 Uhr) um die Medaillen.
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