ESPN DeportesReal Madrid se adelanta en el marcador ante PSGESPNSources: Giants QB Dart out for extended period, possibly rest of seasonThe Jerusalem PostUK police say they have thwarted plot to attack Jewish communityBillboardFans at Billboard’s R&B/Hip-Hop Power Players Share Which Songs Help Get Them in Motion | BillboardRai NewsOnu, Trump a margine dell'Assemblea: "Colloqui tra responsabili iraniani e americani'"ConsequenceKarol G Reveals Why No. 1 Hit “BbY WOW” Almost Didn’t Make Her AlbumTechCrunchMeta admits Muse’s likeness to OpenClaw isn’t a coincidenceBBC NewsJacks stars as England grind out win over Sri LankaANSAVannacci dopo la gaffe di Tajani: 'Io preferisco la donna senza gonna'Global NewsSobeys’ parent agrees to ease property controls after watchdog’s probe20 Minuten«Ziemlich niedergeschlagen»: Mutter gibt nach Hai-Angriff UpdateZDF heutePrivate Krankenversicherung: Merz und die Gerechtigkeit
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 22, 2026

Xhakas Ärztin muss zittern: Lebenslanges Berufsverbot möglich

Translate
  • Nati-Captain Granit Xhaka hat zugegeben, 2022 ein Covid-Impfzertifikat erworben zu haben, ohne geimpft worden zu sein.
  • Gegen die Luzerner Ärztin, die das Zertifikat ausgestellt haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft Luzern.
  • Rechtsanwalt Livio Bundi schätzt die möglichen Folgen für die Ärztin aus berufsrechtlicher Sicht fachlich ein.

Der Schweizer Nati-Captain Granit Xhaka hat 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat erworben. Zugegeben hat dies der Fussballprofi am Montagmorgen auf seinem Instagram-Profil. Das Zertifikat ausgestellt haben soll eine Luzerner Ärztin mit deutscher Herkunft. Das Berufsdiplom hat sie in Rumänien erworben.

Nun ermittelt die Luzerner Staatsanwaltschaft gegen Xhaka und die Ärztin. Für beide gilt die Unschuldsvermutung. Falls sich die Vorwürfe erhärten, stellt sich die Frage: Darf die Ärztin weiter praktizieren? Gemäss dem Luzerner Gesundheitsgesetz drohen ihr Verwarnung, Verweis, eine Busse von bis zu 20’000 Franken oder gar ein befristetes oder dauerhaftes Berufsverbot.

Die Luzerner Ärztin soll die Covid-Zertifikate für Xhaka im Jahr 2021 ausgestellt haben. (Symbolbild)

Die Luzerner Ärztin soll die Covid-Zertifikate für Xhaka im Jahr 2021 ausgestellt haben. (Symbolbild)20min/Taddeo Cerletti

Dauerhaftes Berufsverbot möglich

Auf Anfrage von 20 Minuten verweist das zuständige Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement aufgrund des laufenden Verfahrens bloss auf die möglichen Disziplinarmassnahmen, die im kantonalen Gesundheitsgesetz gemäss Artikel 20a vorgesehen sind:

  • Verwarnung;
  • Verweis;
  • Busse von bis zu 20’000 Franken;
  • Verbot der selbstständigen Berufsausübung in eigener Verantwortung für längstens sechs Jahre (befristetes Verbot);
  • definitives Verbot der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums.

Gemäss Gesundheitsdepartement werden befristete Berufsverbote beispielsweise bei Alkoholproblemen oder bei Missbrauch von anderen Substanzen ausgesprochen. Dauerhafte Berufsverbote würden voraussetzen, dass ein schwerwiegendes Verschulden und eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorliegen.

In diesem Zusammenhang schreibt das Gesundheitsdepartement: «Bei jeder Wahl der Disziplinarmassnahme ist die Verhältnismässigkeit zwischen der Schwere der Verletzung von Berufspflichten und der Härte der ausgesprochenen Massnahme zu beachten.»

«Behörde kann Bewilligung einschränken oder entziehen»

Anwalt Livio Bundi, Partner bei der Kanzlei Bratschi AG und Experte für öffentliches Recht, schätzt den Fall aus berufsrechtlicher Sicht ein. Auch Bundi verweist auf die erwähnten Disziplinarmassnahmen.

«Eine rechtskräftige Verurteilung ist dafür allerdings nicht zwingend Voraussetzung. Die Behörde kann bereits während eines laufenden Disziplinarverfahrens die Bewilligung unter Umständen einschränken, mit Auflagen versehen oder entziehen, ohne den Ausgang des Strafverfahrens abzuwarten», so der Rechtsanwalt. Sollte ein solches Berufsausübungsverbot ausgesprochen werden, gilt dieses laut Bundi schweizweit.

Vertrauenswürdigkeit als Faktor für Bewilligung

Von besonderer Bedeutung sei dabei die Vertrauenswürdigkeit der Ärztin oder des Arztes. Denn diese stelle eine Voraussetzung für die Erteilung der Bewilligung dar, sagt Bundi. Eine gravierende Pflichtverletzung könne diese Vertrauenswürdigkeit infrage stellen.

Der Anwalt bezieht sich in diesem Zusammenhang auf ein Präzedenzurteil: «So wurde in der Rechtsprechung etwa bei einer Verurteilung wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, die auf einem über Jahre wiederholten pflichtwidrigen Verschreibungsverhalten beruhte, die Vertrauenswürdigkeit verneint.»

20 Minuten versuchte, die Ärztin für eine Stellungnahme im Fall Xhaka zu erreichen. Sie wollte sich nicht äussern.

Lisa Arnold

Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.