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Monday, October 26, 2026

"Wir müssen ihm helfen": Mahomes nennt Gründe für Chiefs-Offensivdebakel

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Die Kansas City Chiefs haben bei den Seattle Seahawks ihre erste Saisonniederlage kassiert. Beim deutlichen 3:20 fand die zuvor so starke Offense kaum Antworten auf die "Dark Side". Patrick Mahomes und Andy Reid suchten anschließend nach Erklärungen.

Für Patrick Mahomes und die Chiefs ging in Seattle fast nichts zusammen.

Für Patrick Mahomes und die Chiefs ging in Seattle fast nichts zusammen. Joe Nicholson

Drei Punkte, 213 Total Yards und kein einziger Touchdown. Für die Kansas City Chiefs lief beim Gastspiel in Seattle offensiv so ziemlich alles schief. Ausgerechnet die zuvor ungeschlagene Mannschaft um Patrick Mahomes, die bis dahin durchschnittlich 414 Yards pro Partie gesammelt hatte, fand gegen die "Dark Side" der Seahawks zu keinem Zeitpunkt ins Spiel.

Auch Mahomes selbst erwischte einen gebrauchten Abend. Der Quarterback brachte nur 19 seiner 33 Pässe für 165 Yards an, blieb ohne Touchdown und warf eine Interception. Dazu kamen Probleme im Laufspiel und zwei verschossene Field Goals von Harrison Butker.

Mahomes nimmt Walker in Schutz

Besonders bitter verlief der Abend auch für Kenneth Walker III. Der ehemalige Super-Bowl-MVP kehrte erstmals als Gegner nach Seattle zurück, wurde von seinen früheren Teamkollegen aber komplett ausgebremst. Nach zuvor 665 Rushing Yards in fünf Spielen brachte er es diesmal bei 14 Läufen auf gerade einmal 36 Yards.

Mahomes nahm seinen Running Back anschließend ausdrücklich in Schutz. "Wir müssen ihm helfen", erklärte der 31-Jährige. Seattle habe sich stark darauf konzentriert, das Laufspiel zu stoppen. Darauf hätten die Chiefs mit Play-Action und dynamischen Passspielzügen reagieren müssen.

"Wenn wir das nicht zeigen, werden sie einfach weiter ihre Verteidiger an der Line of Scrimmage aufstellen", erklärte Mahomes. "Und das macht es für das Laufspiel schwierig."

Genau diese Antwort blieb Kansas City allerdings über weite Strecken schuldig. Die Seahawks konnten sich auf Walker konzentrieren, ohne dafür durch die Luft bestraft zu werden. Insgesamt kamen die Chiefs auf lediglich 50 Rushing Yards.

Reid übernimmt die volle Verantwortung

Auch Head Coach Andy Reid redete nach dem offensiven Totalausfall nicht lange um den heißen Brei herum. "Wir hatten in allen drei Mannschaftsteilen Probleme", stellte der 68-Jährige fest.

Die Schuld suchte Reid dabei vor allem bei sich selbst: "Wir müssen besser werden, und das liegt in meiner Verantwortung. Ich übernehme die volle Verantwortung dafür." Zwar lobte der Trainer auch den Gegner. "Sie sind eine gute Football-Mannschaft und haben gut gespielt. Hut ab vor ihnen." Als Ausrede sollte die starke Seahawks-Defense allerdings nicht herhalten.

Brauchen die Chiefs Verstärkung?

Auch unter den Chiefs-Fans werden derweil die Sorgen um den Receiver-Room wieder lauter. Abseits des mittlerweile 37-jährigen Travis Kelce fehlt es Kansas City an konstanten Anspielstationen - sowohl in der Spitze als auch in der Breite. Besonders deutlich wird das, wenn Rashee Rice wie zuletzt verletzungsbedingt fehlt. Auch der langfristige Ausfall von Tyquan Thornton macht die Situation nicht gerade einfacher.

Da kommt natürlich ein alter Bekannter ins Spiel: Tyreek Hill. Der 32-Jährige ist nach seiner Entlassung bei den Miami Dolphins weiterhin vertragslos. Berichten zufolge haben die Chiefs bereits Kontakt zu seinem Berater aufgenommen, auch Mahomes und Kelce zeigten sich offen für eine Rückkehr.

Ob Hill nach seiner schweren Knieverletzung tatsächlich wieder helfen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Sollte eine Verpflichtung nicht zustande kommen, könnte Kansas City vor der Trade-Deadline am 10. November auch anderweitig auf dem Receiver-Markt aktiv werden.

Nach fünf Siegen zum Saisonstart stehen die Chiefs nun bei 5-1. Die erste Niederlage dürfte deshalb noch kein Grund zur völligen Panik sein. Dass die hochgelobte Offense aber derart harmlos aussehen kann, sollte Kansas City definitiv zu denken geben. Zumal mit den Denver Broncos (5-2) bereits das nächste wichtige Divisionsduell wartet.

Autor: Maximilian von Hoyningen-Huene

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