Teamkollege im Verdacht: Warum wurde Lamine Yamal nur Dritter?
Lamine Yamal wurde beim Ballon d'Or überraschend nur Dritter. Hatte das auch mit einem Teamkollegen zu tun?

Extravagantes Outfit: Lamine Yamal am Rande der Ballon-d'or-Gala. picture alliance / abaca
Einmal durfte am Montagabend auch Lamine Yamal auf die Bühne, um sich eine Trophäe abzuholen - doch vielleicht ahnte er da bereits, dass es seine einzige bleiben würde. Der 19-jährige Profi des FC Barcelona wurde bei der Ballon-d'Or-Gala zum dritten Mal hintereinander mit der Kopa-Trophäe als bester U-21-Spieler ausgezeichnet, aber erneut nicht mit dem Hauptpreis.
Im Vorfeld hatte Lamine Yamal bei Buchmachern und Experten als ärgster Konkurrent von Harry Kane gegolten, im Top-30-Ranking reichte es diesmal jedoch "nur" zum dritten Platz hinter dem Bayern-Torjäger und Kylian Mbappé. Im vergangenen Jahr war der Youngster noch erster Verfolger von Gewinner Ousmane Dembelé gewesen.
Kritik an Moderator Henry
Und dann musste sich Lamine Yamal am Montag in London auch noch vor aller Augen eine provokante Frage anhören. "War das wirklich der Preis, den du heute Abend gewinnen wolltest?", wollte Moderator Thierry Henry wissen, als er die Kopa-Trophäe überreichte. Während ein Raunen durch den Saal ging, lächelte Lamine Yamal nur verlegen und meinte später großzügig, er hätte es besser gefunden, wenn in diesem Jahr Teamkollege Pau Cubarsi gekürt worden wäre. Henry musste sich in den sozialen Netzwerken einige Kritik anhören.
Doch warum musste sich Lamine Yamal im Kampf um den Ballon d'Or als einziger Weltmeister in den Top 3 gleich zwei Spielern geschlagen geben? Der Veranstalter selbst hatte einen Teamkollegen im Verdacht. "Ich glaube, dass Rodri Lamine bei dieser Wahl Stimmen weggenommen hat", erklärte France-Football-Chef Vincent Garcia bei L'Equipe. Die Stimmen für die spanischen Nominierten seien "etwas zersplittert" gewesen.
Sechs Weltmeister unter den Top 20
Rodri, Sieger 2024, landete als Vierter nur einen Platz hinter Lamine Yamal, an dessen Seite er seit diesem Sommer auch im Klub spielt. Mit PSG-Profi Fabian war als Zehnter sogar noch ein weiterer Weltmeister in den Top 10, dazu gehörten Cubarsi (12.), Ferran Torres (16.) und Marc Cucurella (18.) der 30-köpfigen Shortlist an. Das starke Gesamtergebnis der Spanier verhinderte womöglich ein noch besseres Abschneiden Lamine Yamals.
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