Nächstes Züri-Fäscht findet 2029 an Sihl und Limmat statt

Medienkonferenz
Stadtrat präsentiert Konzept für das neue Züri FäschtNach dem Aus des Züri Fäschts im Jahr 2023 will die Stadt Zürich wieder ein grosses Stadtfest ermöglichen. Der Stadtrat hat aus vier erarbeiteten Szenarien eine Variante ausgewählt. An einer Pressekonferenz stellt Stadtpräsident Raphael Golta das neue Konzept vor.
Darum gehts
- Das Züri Fäscht wurde 2023 in seiner bisherigen Form eingestellt.
- Steigende Auflagen, höhere Kosten und sinkende Akzeptanz führten zum Aus.
- Die Stadt Zürich will weiterhin ein grosses Stadtfest ermöglichen.
- Es gibt vier Varianten, die zur Auswahl stehen.
- Der Stadtrat präsentiert heute um 14.15 Uhr das Gewinner-Konzept für das neue Züri Fäscht.
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15.09.2026
Di 12:59
Das sind die vier Szenarien für ein neues Züri Fäscht
Im zweiten Quartal 2025 hat die Stadt fünf Eingabeteams, darunter Agenturen und Kulturschaffende, eingeladen. Sie haben ihre Ideen für ein neues Stadtfest vorgestellt. Von den fünf Teams hat die Stadt im Sommer 2025 aufgrund der präsentierten Ideen die zwei Agenturen JEFF und Aroma ausgewählt. Jede Agentur hat je zwei Szenarien für ein neues Stadtfest ausgearbeitet.
Variante 1: Der Fluss
Die Agenur Aroma hat diesen ersten Vorschlag eingereicht. Es soll ein über zehn Kilometer langes Festgebiet zwischen Sihl und Limmat geben. Alle drei Jahre sollen von der Stadtgrenze in Leimbach bis zur Stadtgrenze in Höngg sieben Stadtkreise gemeinsam feiern.
Tagsüber lädt die Strecke entlang der Flüsse zu Ausflügen, Familienbesuchen und Erlebnissen in der Natur ein, abends prägen Kultur und Musik den Festbetrieb. Es soll sowohl professionelle Beiträge wie auch quartiergetragene Angebote geben.

Variante 2: Der See
Die Agenur Aroma hat diesen zweiten Vorschlag eingereicht. Alle drei Jahre wird der See zur Bühne und zum Mittelpunkt des Stadtfests: Kernstück ist ein spektakuläres Wasserspiel im Zürcher Seebecken mit begehbarem Steg.
Die Plattform rund um das Wasserspiel ist während zehn Tagen von mehreren Anlegestellen aus mit kleinen Booten zugänglich. Entlang des Seebeckens gibt es zehn Festplätze mit Gastronomie. Zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wochentagen werden unterschiedliche Bedürfnisse angesprochen – vom Familienausflug am Tag bis zum Abendmoment. In den ersten sieben Tagen findet der Festbetrieb auf Festplätzen rund um den See statt. Das grosse Finale mit zusätzlichen Festbereichen auf den Strassen folgt am zweiten Wochenende.

Variante 3: Züri macht uf
Die Agenur Jeff hat diesen ersten Vorschlag eingereicht. Alle drei Jahre wird die Stadt für zehn Tage zur Gastgeberin. Es gehe nicht um ein zentrales Spektakel, sondern um zahlreiche kleine und grössere, inhaltlich getragene Formate, die sich über die ganze Stadt verteilen und die bestehende Infrastruktur nutzen.
Der Bereich am Seeufer vom Bellevue bis zur Blatterwiese wird jedoch zentraler Begegnungsort. Dort gibt es ein breites kulinarisches Angebot, Schausteller und andere beliebte Attraktionen. Zudem soll es weitere ausgewählte Festplätze geben.

Variante 4: Züri isch
Die Agenur Jeff hat diesen zweiten Vorschlag eingereicht. Es soll vier miteinander verbundene Zonen geben.
Im Kreis 5 taucht man ein in Kunst und Kultur, von Streetart über Projektionen bis hin zum Strassenballet. In Oerlikon dreht sich alles um Spiel und Sport. Am unteren Seebecken und auf der Landiwiese können die Besucher vielfältige Kulinarik-Konzepte entdecken. Am frühen Abend erwacht der Kreis 4 als Partyzentrum mit Musik für jeden Geschmack. Jede Zone bietet eine andere Atmosphäre. Ein sichtbares Symbol soll alle vier Zonen des Fests verbinden, das alle drei Jahre an jeweils drei Tagen gefeiert wird und jede Nacht mit einer Drohnenshow endet.

15.09.2026
Di 12:10
2023 fand das letzte ZüriFäscht statt
Bis 2023 fand das Züri Fäscht alle drei Jahre statt. Doch der Verein Zürcher Volksfeste warf nach der letzten Ausführung den Bettel hin: Die Organisatoren sahen trotz der jährlich 1,25 Millionen Franken von der Stadt Zürich «keine Zukunft» mehr für ein nächstes Züri Fäscht. Steigende Auflagen, massive Mehrkosten und die sinkende Akzeptanz liessen sie aufgeben.
Doch der Zürcher Stadtrat sagte schon damals, dass ein Züri Fäscht in neuer Form gewünscht sei und einem Bedürfnis entspreche. Schliesslich kamen jedes Mal rund 2 Millionen Besucherinnen und Besucher. Also liess die Stadt vier Szenarien für ein neues Stadtfest erarbeiten.
15.09.2026
Di 12:01
So entstand das Züri-Fäscht
Die Anfänge des Stadtfests gehen zurück bis ins Jahr 1932. Damals wurde im Juni im Rahmen der ersten Zürcher Autoschau ein «Seenachtfest» durchgeführt. Im Jahr 1951 fand das Stadtfest zum ersten Mal unter dem Namen «Züri-Fäscht» anlässlich des 600. Geburtstags des Kantons statt. 40 Jahre später, im Jahr 1991, wurde dann der Trägerverein Züri Fäscht gegründet. Dieser war bis 2023 für die Organisations des Fests in seiner bisherigen Form zuständig.

Céline Trachsel (ct), arbeitet seit 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Zürich.
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