Norwegisches Königshaus – Marius Borg Høiby vorerst aus Untersuchungshaft entlassen

- Ein Gericht in Oslo hat Medienberichten zufolge entschieden, die Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby nicht zu verlängern.
- Die Entscheidung über seine Freilassung muss jedoch noch von einem höheren Gericht geprüft werden, und könnte aufgehoben werden, teilte das Bezirksgericht Oslo in einer Erklärung mit.
- Die Anklage legte gegen die Entscheidung des Gerichts nach Angaben des norwegischen Fernsehens jedoch umgehend Berufung ein und bat um aufschiebende Wirkung. Ob und wann Høiby tatsächlich aus der U-Haft entlassen wird, ist deshalb unklar.
Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit, sitzt seit Februar in U‑Haft. Diese wurde bislang regelmässig verlängert. Seit dem Sommer verbringt der 29-Jährige die Untersuchungshaft mit elektronischer Fussfessel auf einem königlichen Anwesen ausserhalb von Oslo bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, König Haakon VIII..
Høiby war im Juni wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie häuslicher Gewalt, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im kommenden Februar starten.
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