The Jerusalem PostNew academic plan expands support for reservist students, career soldiers for 2026-27 school yearPunchEkiti recruits 1,522 health workers for PHCsInquirerUndas 2026: Crowds brave the heat at Manila cemeteriesCollider8 Books To Read Before Kicking the BucketSRF NewsSie berichtete live vom Brand – So erlebte eine junge Reporterin die Schweizerhalle-KatastropheNHK 社会茨城 鹿嶋 男性4人が海に転落 1人重体 1人捜索続けるANSAHerzog: 'Mercoledì i dati ufficiali del voto, poi al via le consultazioni'Hindustan Times SportIndia vs Malaysia Live hockey score, Asian Champions Trophy: Harmanpreet's men aim to make it four wins in a rowMintPM Modi unveils ₹426 cr projects near Statue of Unity: How hotel, cruise and rainforest attraction aim to boost tourismSouth China Morning PostHigh Court redevelopment plan ‘not workable’, Hong Kong Bar Association warns7sur7Une pro-russe de gauche contre un libéral atlantiste: quels sont les enjeux de l’élection présidentielle bulgare?ynetהמשטרה ביקשה מעצר בית לרופא שנחשד בשוחד בחירות - ונדחתה: "התיק באותה נקודה"
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, November 1, 2026

Krawalle in Zürich und Basel – Die Allianz der Ideologen mit den Krawallbrüdern

Translate

Was haben brennende Barrikaden und Steine gegen die Polizei mit Bildungspolitik zu tun? Das fragt man sich nun auch nach Ausschreitungen in Zürich und in kleinerem Masse auch in Basel. Die Antwort scheint klar: Gar nichts. Nur: Der ideologisch harte Kern der Gewaltbereiten hält solche Ausschreitungen tatsächlich für politisch.

In Zürich beteiligten sich in der Nacht laut der Polizei einige Hundert Personen an einer unbewilligten Demonstration. Linksextreme Gruppierungen hatten dazu aufgerufen. Die Teilnehmenden setzten Barrikaden sowie ein Auto in Brand und griffen die Polizei bei einem Einsatz an. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot ein. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt, auch über Verletzte liegen keine Informationen vor. In Basel demonstrierten rund 150 meist sehr junge Personen. Erst ganz am Schluss setzten Demonstrierende Barrikaden in Brand.

Bestimmt waren in der Nacht – gerade an einem samstäglichen Halloween im Ausgangsviertel – auch Mitläufer, sogenannte Krawalltouristen und kaum politische Jugendliche dabei, die Adrenalin suchten oder ihren Gewaltfantasien freien Lauf lassen wollten. Auch Hass gegen die Polizei dürfte mitgespielt haben.

Mobilisierung auf Social Media durchaus politisch

Doch ein Blick in die Mobilisierung in den letzten Tagen auf Social Media zeigt klar, mit welchen Motiven gearbeitet wurde: Ein Account auf Instagram wurde erst am Dienstag erstellt. Das erste Video zeigt im Hintergrund die Flammen des brennenden Rathauses in Limoges (F). Davor in einer Bildmontage eine tanzende Katze, musikalisch untermalt. «Lass den Funken überspringen», heisst es dazu.

Ein weiterer Post zeigt eine mit einem sogenannten Palästinensertuch vermummte Person, die eine Steinschleuder betätigt. Dazu die Worte: «Escalate the Struggle». Später hiess es: «Züri brännt und mir tanzed» (Zürich brennt und wir tanzen). Geliked und weiterverbreitet wurden diese expliziten Aufrufe von bekannten linksextremen Gruppen und teils auch von Klima-Streik-Sektionen.

In Begründungen heisst es etwa: «Auch wir haben genug. Steigende Mieten, steigende Krankenkasse, immer mehr Überwachungsstaat.» Dazu wiederholt Fotos und Videos brennender Barrikaden. Dabei wird deutlich: Das Vorbild solcher Posts sind offensichtlich nicht die friedlichen Grossproteste in Frankreich und Deutschland. Nein, man bezieht sich auf die Flammen, die eingeschlagenen Scheiben, die Strassenschlachten.

Gewaltbereitschaft mit ideologisch linksetxremem Kern

Der gewaltbereite, ideologische Kern sieht in den gewalttätigen Protesten offensichtlich die Stunde einer Revolution gekommen. Das mag antiquiert und völlig unrealistisch klingen, doch manche meinen das ernst. Das illustriert beispielsweise der Auftritt der linksextremen Ikone Andrea Stauffacher letzte Woche vor dem Bezirksgericht Zürich. Sie sagte: «Wir haben gesehen, dass Europa brennen kann. Und das ist wichtig.»

Die Gewaltbereitschaft oder zumindest Sympathie dafür zeigte sich die vergangenen Tage auch in Reaktionen nach dem Brand einer Firma in Thun, die unter anderem Gummigeschosse für die Polizei herstellt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Am Freitag ist ein Video erschienen, das als Bekennervideo bezeichnet wird. Darin wird die Brandstiftung geradezu verherrlicht – auch diesen Post haben sowohl linksextreme als auch Klima-Streik-Gruppen in der Schweiz rege unterstützt.

Die Teilnehmerzahlen und das Ausmass der Ausschreitungen in Zürich und Basel sind im Vergleich zum Ausland zu relativieren – doch die Nacht auf Sonntag zeigt eine Gewaltbereitschaft mit einem klar ideologisch linksextremen Kern, dessen Aufrufe bei manchen einer jüngeren Generation offensichtlich ziehen.

Daniel Glaus

Fachredaktor Extremismus

Daniel Glaus ist seit 2015 Inlandredaktor bei SRF, zu seinen Dossiers zählen Extremismus und Terrorismus. Zudem ist er als Sonderkorrespondent für SRF im Ausland tätig. Er ist Betriebsökonom und arbeitete zuvor als Investigativjournalist bei verschiedenen Zeitungen.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.