InquirerCalabarzon cops on full alert for Undas; 12,000 personnel deployedBollywood HungamaFilmmaker Sanjay Gupta passes away; director leaves behind a distinctive crime cinema legacyCNN TürkTürkiye BM Sekreteri adayını açıkladıThe Jerusalem PostLouvre heist emboldened art thiefs, leaving Europe's smaller museums on high alertESPNCurry's ankle-breaker on Luka highlights Warriors' stunning 25-point comebackZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioColliderThe Best Sci-Fi Series of the 2020s Officially Returns Next YearSouth China Morning PostCan battery swapping and energy storage power CATL’s next phase of growth?The Straits TimesAfter shop closure, veteran barber finds new home by renting chair in nearby salonHipertextualTu Mac no tiene Face ID, pero esta aplicación permite desbloquearlo con tu caraVanguardNYSC kidnap saga: Two witnesses testify in courtBusiness AMVerenigde Staten keuren verkoop van 500 PAC-3 MSE-raketten voor Patriot aan Oekraïne goed
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, October 31, 2026

Innovation in der Medizin – Winzige Drohnen fliegen dank Ultraschall durch den Körper

Translate

Keine Motoren, keine Batterien, keine Elektronik an Bord, nur kleine Hohlräume, die Schallwellen in Schub umwandeln: Das ist die überraschende Antriebstechnologie für Drohnen, die am Labor für Micro-Biorobotic-Systeme (Microbs) der ETH Lausanne (EPFL) entwickelt wurde. In der Zeitschrift «Science Advances» ist sie kürzlich vorgestellt worden.

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 3. So sieht die Mikro-Drohne der ETH Lausanne aus. Bildquelle: EPFL/MICROBS.

    Nahaufnahme eines kleinen, gelben Modells eines Flugzeugs auf spiegelnder Oberfläche.
  • Bild 2 von 3. Der Forscher Selman Sakar leitet das Team, das die Mikro-Drohne entwickelt hat. Bildquelle: RTS.

  • Bild 3 von 3. So klein sind die Drohnen verglichen mit einer Fünf-Rappen-Münze. Bildquelle: EPFL/MICROBS.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Das Prinzip ist einfach: Die Bewegung wird durch Töne erzeugt. «Durch die Wahl der Frequenz können wir die Bewegungen eines Mikroobjekts steuern», erläutert der Direktor des Labors, Selman Sakar, gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI).

Die Anwendungen der akustischen Mikrorobotik sind vielfältig. Die vielversprechendste sieht Sakar im medizinischen Bereich: «Man könnte eine winzige Struktur bauen, etwa einen Medikamententräger zum Schlucken oder Injizieren in den Körper, und sie dann mit Schallwellen steuern.»

Die Drohne in der Lunge

Bisher wurde der Einsatz von schallgesteuerten Mikrorobotern vor allem in flüssigen Umgebungen wie in Blutgefässen untersucht. Die Roboter der EPFL funktionieren in der Luft und eröffnen interessante Forschungsperspektiven, beispielsweise in der Lunge. Obwohl der Einsatz bei Patienten noch in weiter Ferne liegt, gibt es bereits Kooperationen mit den Universitätsspitälern Genf und Lausanne.

Um die Drohnen mittels Schall zu bewegen, haben die Forschenden die sogenannte Helmholtz-Resonanz genutzt. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich das allen bekannte Phänomen, das erstmals vom deutschen Wissenschaftler Hermann von Helmholtz untersucht wurde: Wenn man sanft durch den Hals einer leeren Flasche bläst, wird nicht nur ein Ton erzeugt, sondern die in der Flasche eingeschlossene Luft wird zum Schwingen gebracht.

So funktionieren die Mikrodrohnen der ETH Lausanne:

Das Team von Selman Sakar hat dieses Prinzip nachgebildet – mittels sogenannter Resonatoren. Sie sehen aus wie kleine Ampullen. «Ihre Form entscheidet, bei welchem Ton die Luft im Inneren zu vibrieren beginnt», erläutert der Experte. «Wenn das geschieht, wird die Luft aus dem Hals gedrückt und die Struktur bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung, ein wenig wie bei einer Rakete.»

Ultraschall als Energiequelle

Um das Prinzip zu demonstrieren, hat Sakars Team zwei Arten von Mikrofluggeräten gebaut. Das erste vereint drei Resonatoren auf einer ultraleichten Struktur und wiegt etwa 150 Mikrogramm, also 0.15 Milligramm. Die nach unten gerichteten Öffnungen erzeugen die Strahlen, die es anheben. Das zweite wiegt 184 Mikrogramm und nutzt die Resonatoren, um einen Rotor mit kleinen Flügeln in Drehung zu versetzen, der 13'000 Umdrehungen pro Minute erreichen kann.

Die Energie liefert ein externes Gerät, das Ultraschall von 40'000 Hertz erzeugt, jenseits der menschlichen Hörschwelle. Der Roboter ist somit befreit von Komponenten, die schwer zu miniaturisieren sind, angefangen bei der Batterie. Die Energieversorgung bleibt jedoch unverzichtbar: Sie wird vom System, das das akustische Feld erzeugt, auf das Fluggerät übertragen.

Die Forschenden haben das Abheben und Schweben in der Luft unter Laborbedingungen beobachtet. Aber damit diese Objekte entlang komplexer Routen gesteuert werden können, braucht es weitere Entwicklungen. Das bisher getestete System funktioniert mit einer einzigen Frequenz und bietet noch begrenzte Manövriermöglichkeiten.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.