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Friday, September 4, 2026

Drohender Felssturz am Säntis: Steinschlaggefahr bei Schwägalp

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  • Ein instabiler Felsbereich an der Säntis-Nordwand gefährdet die Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden.
  • Ein Geologiebüro schätzt die Kubatur des gefährdeten Bereichs auf 10'000 bis 15'000 Kubikmeter.
  • Die Kiesgrube oberhalb Siebenhütten ist gesperrt, die Flurstrasse bleibt für Fussgänger bis auf Weiteres verboten.

Bei einem Rettungsflug der Rega im Säntismassiv entdeckte der Pilot in einer Steilwand unterhalb des Girenspitzes einen instabilen Felsbereich. Die Behörden der beiden Appenzeller Kantone liessen daraufhin ein Geologiebüro eine Expertise erstellen. Dieses beurteilte Fotos weiterer Erkundungsflüge, führte einen Augenschein vor Ort durch und nahm weitere Abklärungen vor.

Das Ergebnis: Der Felsbereich ist absturzgefährdet, ein Sturzereignis könnte bis auf die Schwägalp reichen. Das Volumen des instabilen Bereichs wird auf 10'000 bis 15'000 Kubikmeter geschätzt. Das Geologiebüro empfahl daraufhin verschiedene Sofortmassnahmen für das Gebiet Schwägalp auf dem Gemeindegebiet von Hundwil AR.

Flurstrasse für Fussgänger gesperrt

Besonders betroffen ist die Kiesgrube oberhalb Siebenhütten, die im potenziellen Gefahrenbereich liegt. Ihr Betrieb wurde umgehend eingestellt, der Zugang abgesperrt. Auch die Flurstrasse liegt im Gefahrenbereich, wenn auch etwas weiter von der Felswand entfernt. Dort sind die Risiken laut aktuellem Kenntnisstand bereits deutlich kleiner.

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Trotzdem bleibt die Flurstrasse im gefährdeten Bereich bis auf Weiteres für Fussgänger gesperrt. Für Autos und Velos bleibt sie offen – ihre Verweildauer im Gefahrenbereich ist kürzer, das Risiko entsprechend geringer. Keine Einschränkungen gibt es dagegen für den offiziellen Wanderweg zwischen Schwägalp und Siebenhütten. Er liegt ausserhalb des Gefahrenbereichs und kann normal begangen werden.

Weitere Abklärungen folgen

In den kommenden Wochen nimmt das Geologiebüro im Auftrag des kantonalen Amts für Raum und Wald weitere geologische Abklärungen vor, um die Lage besser beurteilen zu können. Danach wird entschieden, ob zusätzliche Massnahmen nötig sind.

Die Gemeinde Hundwil und der Kanton Appenzell Ausserrhoden appellieren an die Eigenverantwortung der Wanderinnen und Wanderer. Die Verbote seien einzuhalten, die offiziellen und sicheren Wege dürften nicht verlassen werden.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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