Affäre um Claudio Zali – Neues Strafverfahren gegen Lega-Politiker

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat ein neues Strafverfahren gegen den zurückgetretenen Staatsrat Claudio Zali eröffnet. Grund dafür seien Straftaten gegen die sexuelle Integrität, schreibt das Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI. Darunter fallen etwa sexuelle Übergriffe.
Die fraglichen Fälle liegen demnach einige Jahre zurück. Die Untersuchung wurde aufgrund der Aussagen einer dritten Person eröffnet. Der Lega-Politiker Zali wurde kürzlich als Beschuldigter befragt und hat jede strafrechtliche Verantwortung bestritten.
Vorgeschichte
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Am 29. Juli 2026 gab Claudio Zali seinen Rücktritt per Ende September aus der Tessiner Kantonsregierung bekannt.
Sämtliche politischen Parteien, einschliesslich der SVP und der Lega, hatten den Rücktritt gefordert, nachdem eine Tonaufnahme veröffentlicht wurde.
Die Aufnahme gibt ein privates Gespräch wieder, das vor einigen Jahren zwischen einem Mann (identifiziert als Zali) und einer Freundin stattfand. Diese bat ihn um Rat, wie sie eine Stalkerin loswerden könne. «Verprügle sie», sagte der Staatsratspräsident in der Aufnahme.
Die Nachricht vom neuen Strafverfahren wird durch ein Schreiben bestätigt, das Generalstaatsanwalt Andrea Pagani an das Präsidialbüro des Grossen Rats geschickt hat und das RSI einsehen konnte.
In dem Schreiben schreibt die Staatsanwaltschaft auch, dass angesichts der laufenden Ermittlungen keine weiteren Informationen bekannt gegeben würden. Sie verweist zudem auf die Unschuldsvermutung und den Schutz des mutmasslichen Opfers.
Die Woche in den Schweizer Sprachregionen, 28.8.2026, 14:34 Uhr ; RSI/meia
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