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Monday, November 2, 2026

378 Tage in Simulation: Tester beenden Mars-Experiment

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Ein Jahr lebten die Freiwilligen isoliert von der Außenwelt in einer Mars-Simulation aus dem 3D-Drucker. Nun endet das Experiment der Nasa, das künftige Reisen zum Mond und Mars vorbereiten soll.

02.11.2026 | 0:33 min

Vier Menschen, 160 Quadratmeter Wohnumgebung wie auf dem Mars - und das gut ein Jahr lang: Nach 378 Tagen haben vier Freiwillige ein extremes Nasa-Experiment abgeschlossen, bei dem es um simuliertes Leben auf dem roten Planeten ging.

Unter Applaus und Jubel verließen die drei Männer und eine Frau das Testgelände in Houston im Bundesstaat Texas in den USA und beendeten damit die zweite Mission des "Chapea"-Programms, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

Das "Chapea"-Programm (Crew Health and Performance Exploration Analog) soll der Nasa dabei helfen, eines Tages wieder Menschen ins Weltall, auf den Mond - und später auch zum Mars - zu bringen.

X-Post von der Nasa

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Den Mars-Testern fehlte Sonne, Regen - und die Familie

Ross Elder, Matthew Montgomery, James Spicer und Ellen Ellis verbrachten mehr als zwölf Monate auf dem fensterlosen Nasa-Simulationsgelände "Mars Dune Alpha", das mithilfe eines 3D-Druckers geschaffen worden war. Sie durften es in dieser Zeit nicht verlassen, mussten unter anderem Pflanzen anbauen, sich um Instandhaltung des Wohnbereichs und der Maschinen kümmern und Sport machen. Alles war der Idee eines Lebens auf dem Mars nachempfunden.

"Wir sind geehrt und stolz, dass wir zu dem kolossalen Vorhaben beitragen konnten, das damit enden und anfangen wird, die ersten Menschen auf den Mars zu schicken", sagte Elder bei einer Pressekonferenz nach Missionsende. Kollege Spicer scherzte:

Wir sind sehr aufgeregt, nach draußen zu kommen und zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr die Sonne zu erleben - oder, je nach Wettervorhersage, einen kräftigen Regenschauer.

James Spicer, Teilnehmer im "Chapea"-Programm

Ellis verriet, dass sie sich am meisten darauf freue, ihren Ehemann zu umarmen.

Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa will am Montagabend eine Sonde Richtung Mars schicken. Mit dabei ist der Mini-Rover "Idefix".

19.10.2026 | 2:16 min

Kommunikation in "Mars-Zeit": SMS dauert 22 Minuten

Die Schlafzellen auf dem Simulationsgelände sind rund zwei mal drei Meter groß, dazu gibt es eine Art Wohnzimmer mit Fernseher und Sesseln, Arbeitstische mit Computern und eine Krankenstation. In einem kleinen Außenbereich simulierten die vier Bewohner Mars-Außeneinsätze.

Mit Familie und Freunden durften sie zwar kommunizieren, allerdings nur in "Mars-Zeit" - das heißt, dass selbst das Übermitteln einer kurzen SMS rund 22 Minuten dauerte. Rund 4.000 Mails habe er von Familienmitgliedern und Freunden bekommen, das sei für ihn der Rettungsanker gewesen, erzählte Spicer nach Abschluss des Experiments.

Es herrscht Aufbruchstimmung in der deutschen Raumfahrtindustrie. Bis Ende 2030 will die Bundesregierung 35 Milliarden Euro investieren.

04.10.2026 | 2:52 min

Mars-Experiment: Wer durfte sich bewerben?

Die vier Teilnehmer waren keine ausgebildeten Nasa-Astronauten. Bewerben durfte sich jeder zwischen 30 und 55 Jahren, der "gesund und motiviert" ist, nicht raucht und die US-Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung sowie einen naturwissenschaftlichen Universitätsabschluss und mindestens 1.000 Flugstunden vorzuweisen hat.

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