heise+ | Grenzen lokaler KI: Was iPhone, Galaxy, Pixel und iPad leisten
Flugmodus an, das Interview läuft, das Telefon zeichnet auf und transkribiert gleich mit. Das klappt 2026 auf aktuellen Oberklassegeräten, ob iPhone, Galaxy oder Pixel. Schwieriger ist der nächste Schritt: das Gespräch zusammenfassen, ein Dokument übersetzen. Genau da zeigt sich, was ein Gerät selbst berechnet und was es bloß an einen Server weitergibt.
Wie wichtig der Unterschied ist, zeigt insbesondere Apple. Siri AI ist seit dem 14. September mit iOS 27 unterwegs, allerdings nur auf Englisch. Für Oktober hat Apple fünf weitere Sprachen angekündigt, Deutsch ist nicht darunter. Auf iPhone und iPad in der EU fehlt Siri AI ohnehin, Apple begründet das mit der Auslegung der EU-Regulierer zum Digital Markets Act. Lokale Modelle aus dem App Store trifft diese Sperre nicht.
Eine Herausforderung für lokale KI sind allerdings die hohen Speicherpreise. Laut TrendForce wurde mobiler Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5X im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 78 bis 83 Prozent teurer, LPDDR4X um 70 bis 75 Prozent. Unter diesem Preisdruck setzen sich im High End 12 GByte RAM durch, 16 GByte werden seltener, die Mittelklasse fällt auf 8 GByte zurück und Einsteigergeräte auf rund 4. Für lokale KI sind diese Zahlen entscheidend, denn ein Sprachmodell muss komplett in den Arbeitsspeicher passen.
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