Martin muss in Sepang passen – WM-Entscheidung in MotoGP gefallen?

Marquez nutzt Gunst der Stunde
Martin muss in Sepang passen – WM-Entscheidung in MotoGP gefallen?
Jorge Martin will an den Start, doch sein Körper macht nicht mit. Wegen seines gebrochenen Handgelenks muss der Aprilia-Pilot den GP von Malaysia vorzeitig aufgeben. Marc Marquez nutzt die Chance im Kampf um den WM-Titel.
Publiziert: vor 27 Minuten
- Jorge Martin muss wegen seines Handgelenksbruchs in Malaysia passen.
- Marc Marquez wird im Sprint Zweiter und baut seine WM-Führung aus.
- Martin hofft auf einen Start beim nächsten Rennen in Katar.
Lynn PiubelReporterin Sport
Es ist ein bitterer Rückschlag für Jorge Martin (28). Der Spanier wollte in Malaysia trotz seines gebrochenen Handgelenks unbedingt an den Start. Die Verletzung zog er sich eine Woche zuvor beim Sprintrennen zum GP von Australien auf Phillip Island zu, als er in der achten Runde bei hoher Geschwindigkeit stürzte und sich im Kiesbett mehrmals überschlug. Noch vor dem kommenden Qualifying zieht der Aprilia-Pilot die Reissleine und reist vorzeitig aus Sepang ab.
«Für die Effizienz auf der Strecke war das Risiko zu hoch. Es war die beste Option, aufzuhören», erklärt er. Vor allem beim Bremsen fehlte ihm die nötige Kraft. Einen weiteren Sturz wollte er deshalb unbedingt vermeiden.
Nach seiner Verletzung bekam er am Donnerstag dennoch grünes Licht von den Rennärzten und versuchte sein Glück. Nach den Trainings musste er aber einsehen, dass eine weitere Teilnahme zu risikoreich wäre.
Marquez kommt der WM-Führung näher
Von Martins Abwesenheit profitiert Marc Marquez (33). Der Ducati-Pilot fährt im Sprint auf den zweiten Platz und baut seinen Vorsprung in der WM-Wertung um neun auf 19 Punkte aus. Nur Pedro Acosta (22/KTM) ist schneller. Der Spanier feiert damit seinen zweiten Saisonsieg. Rang drei geht an Martins Aprilia-Teamkollegen Marco Bezzecchi (27).
Auch im Qualifying sorgt ein Marquez für Schlagzeilen: Bruder Alex (30) sichert sich auf seiner Kunden-Ducati die Pole Position. Erstmals in dieser Saison darf er damit von ganz vorne starten.
Martin will in Katar zurückkommen
Für Martin rückt der WM-Titel unterdessen in weite Ferne. «Vielleicht kann ich sie noch gewinnen, aber für mich ist sie bereits verloren», sagt er. Aufgeben will er trotzdem noch nicht. «Ich werde mich ausruhen und es in Katar wieder versuchen. Ich will bis zum Ende kämpfen.»
Bereits am kommenden Wochenende steht dort die nächste WM-Station an. Danach folgen noch die Grand Prix in Portugal und Valencia. Ob Martin bis dahin wieder fit wird, bleibt abzuwarten.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.