Windows-Updates: September-Vorschau führt zu schließenden Apps und Spielen
Nach der Installation der Windows-Update-Vorschauen für Windows 11 aus dem September können sich einige Apps und Spiele unerwartet nach dem Start schließen. Ursache ist offenbar die Dekodierung von Dolby-AC-3-Audiodatenströmen.
Das hat Microsoft in der Liste bekannter Probleme der Windows-Release-Health-Notizen eingeräumt. Nach der Installation des Updates KB5124010 oder neuerer Updates für Windows 11 können sich Anwendungen unerwartet schließen, sofern diese das Dekodieren von Dolby-AC-3-Datenströmen benötigen. Ob das passiere, hänge davon ab, welche Aktionen die App ausführe, erklärt Microsoft. In einigen Fällen stürzen die Apps bereits beim Starten ab oder schließen sich ohne weitere Rückmeldung. In anderen Fällen funktionieren die Apps normal, bis bestimmte Funktionen genutzt werden, etwa das Wiedergeben von Musik. Es sind unterschiedliche Apps betroffen, sie reichen von Spielen über Mediaplayer bis hin zu bestimmten Produktivitätsanwendungen.
Microsoft: Veraltete Technik schuld
Microsoft schreibt, dass viele moderne Apps, die nicht auf Windows zum Verarbeiten dieser Kodierung setzen, dieses Problem nicht aufweisen. Die Programmkomponente, die das Problem mitverursacht, wird weitestgehend von veralteten Anwendungen eingesetzt, die auf das in Windows integrierte Audio-Dekodieren setzen. Viele moderne Apps, die diesen veralteten Codec nutzen, bringen auch eigene Audio-Decoder mit, erklärt das Unternehmen weiter. Es arbeite an der Veröffentlichung einer Lösung dafür in einem kommenden Windows-Update. Betroffen sind Windows 11 26H2, 25H2 und 24H2.
Übersetzt heißt das offenbar, dass Microsoft den installierten Dolby-AC-3-Decoder aus Windows entfernt hat. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren, da Microsoft sie nicht nennt – Lizenzgebühren dürften allerdings nicht der Grund sein, denn das letzte AC-3-Patent ist bereits 2017 ausgelaufen.
Die Windows-Update-Vorschau aus dem September bringt noch eine weitere unerfreuliche Neuerung mit: Die lokale PC-zu-PC-Migration etwa über WLAN hat Microsoft ebenfalls rausgeworfen. Dafür steht nun nur noch der Weg über OneDrive-Cloudspeicher für die Einstellungs-, Datei- und App-Migration in Windows Backup zur Verfügung.
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