Natalie Rickli ist die klare Community-Favoritin

Nachfolge von Parmelin
Natalie Rickli ist die klare Community-Favoritin
Gute Noten für Guy Parmelin, ein klarer Favorit bei der Nachfolge: Die Community blickt mehrheitlich positiv auf die Amtszeit des SVP-Bundesrats zurück. Bei der Frage, wer ihm folgen soll, liegt Natalie Rickli deutlich vorne.
Publiziert: 12:06 Uhr
- 82 Prozent bewerten Parmelins Amtszeit mit Note 5 oder 6
- Viele loben ihn als kompetenten, überlegten Staatsmann
- Rickli führt mit 34 Prozent vor Friedli; beide sind umstritten
Sarah RiberzaniRedaktorin Community
Nach der Ankündigung des Rücktritts von SVP-Bundesrat Guy Parmelin läuft die Suche nach seiner Nachfolge bereits auf Hochtouren. Gewählt wird der neue Bundesrat oder die neue Bundesrätin im Dezember. Doch wie fällt die Bilanz von Parmelins Amtszeit aus – und wer könnte seine Nachfolge antreten?
Die Community stellt Parmelin ein gutes Zeugnis aus. Unsere Leserumfrage zeigt: 45 Prozent geben dem SVP-Bundesrat die Note 5, weitere 37 Prozent sogar eine 6. Damit bewerten mehr als acht von zehn Teilnehmenden seine Amtszeit mit einer 5 oder 6. 10 Prozent vergeben die Note 4, während tiefere Noten nur auf einen kleinen Teil der Stimmen kommen.
Die guten Noten für Parmelin spiegeln sich auch in den Kommentaren wider. Karin Vuilleumier schreibt, Parmelin sei «ein sehr sympathischer und überlegter Mensch» und führte die Schweiz «kompetent durch diese schwierige Zeit». Ihr Vertrauen in ihn sei «von Beginn seiner Bundesratszeit gross» gewesen. «Er ist ein Staatsmann, den ich vermissen werde», schreibt sie.
Auch Thomas Bauder zieht eine positive Bilanz. Parmelin sei als «Weinbauer aus der Romandie» zu Beginn seiner politischen Karriere oft belächelt worden. Trotzdem habe er sich im Bundesrat aus seiner Sicht hervorragend entwickelt: «Er war einer der Besten», schreibt Bauder.
Die Suche nach der Nachfolge
Bei der Frage nach seiner möglichen Nachfolge liegt in unserer Umfrage Natalie Rickli mit 34 Prozent deutlich vorne. Dahinter folgen Esther Friedli mit 16 Prozent und Céline Amaudruz mit 14 Prozent. Magdalena Martullo-Blocher kommt zwar auf 13 Prozent, hat aber bereits erklärt, dass sie nicht antreten wird. Die übrigen möglichen Nachfolger bleiben jeweils im einstelligen Bereich.
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Auch in den Kommentaren wird Natalie Rickli mehrfach als mögliche Nachfolgerin hervorgehoben. «Unbedingt die Rickli», schreibt etwa Peter Schädeli. Für ihn sei sie die einzige der Genannten, die wirklich gewillt sei, «die vielen anstehenden Probleme zu lösen».
Leser Lukas Suter findet gar, die Auswahl sei «bis auf Rickli» enttäuschend. Keiner der Genannten könne Parmelin «auch nur im Ansatz das Wasser reichen».
Friedli wird zur Alternative
Mit 16 Prozent landet Esther Friedli in der Community-Umfrage auf Platz zwei. Bei der SVP dreht sich derzeit vieles um die St. Galler Ständerätin Esther Friedli. Die Partei will bei der Nachfolge von Parmelin auf einen zweiten Deutschschweizer Sitz setzen. In Bern wird zudem schon länger darüber gesprochen, dass Friedli bei SVP-Urgestein Christoph Blocher hoch im Kurs steht.
In unseren Kommentarspalten erhält Friedli ebenfalls Zuspruch. Hansruedi Schifferle hält sie unter den möglichen Kandidatinnen für «die beste Wahl». Sie sei «intelligent, dossiersicher und ausgewogen».
Auch Mike Lohmann ist überzeugt von der St. Galler Ständerätin: «Wer Friedli kennt, weiss, die hat wirklich echt was drauf.» Er lobt sie als «gebildete, erfahrene Politikerin auf höchstem Niveau», die auch in Bern und international gut vernetzt sei. «Eine der wenigen, die auch mit Erfahrung aus der Praxis in Bern wirken würde», argumentiert er.
Favoritinnen nicht unumstritten
Doch die beiden möglichen Nachfolgerinnen sorgen nicht bei allen für Begeisterung. User Remo Zehnder kritisiert sowohl Friedli als auch Rickli. «Esther Friedli kämpft für die Abschaffung des Zollfreibetrages statt für tiefere Preise in der Schweiz.» Bei Rickli kritisiert er deren Haltung zur Krankenkassen-Franchise: Sie wolle «die Mindestkrankenkassenfranchise von 300 auf 400 erhöhen».
Auch andere Leser sehen die beiden Favoritinnen kritisch. «Weder Rickli noch Friedli sind für mich die richtige Wahl. Beide haben ihre Stärken, aber als Nachfolgerin von Parmelin sehe ich keine von ihnen», schreibt Martin Keller. Er wünsche sich «jemanden mit Erfahrung, klarer Haltung und der Fähigkeit, auch über die Parteigrenzen hinweg Lösungen zu finden».
Nun bist du gefragt: Welche Argumente sprechen für Rickli, Friedli oder eine andere Person? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!
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