Mitten im Rennen: 1,7-Millionen-Pferd stirbt völlig überraschend

- Das französische Spitzenpferd Losange Bleu ist während des Prix Carmarthen in Paris-Auteuil zusammengebrochen und gestorben.
- Der siebenjährige Wallach lag in Führung, als er kurz vor der Zielgerade unvermittelt kollabierte. Jockey Johnny Charron blieb unverletzt.
- Die Todesursache ist noch unklar – eine Obduktion wurde angeordnet. Mögliche Ursachen sind ein Herzinfarkt oder eine Skelettverletzung.
Der französische Pferdesport trauert um einen seiner grössten Namen: Das als Ausnahmeerscheinung geltende Rennpferd Losange Bleu ist während des Prix Carmarthen bei einem Hürdenrennen auf seiner Hausstrecke im Pariser Stadtviertel Auteuil mit Jockey Johnny Charron zusammengebrochen und gestorben. Der Vorfall ist eine Tragödie für den Pferdesport und kommt völlig unerwartet.
Der von Dominique Bressou trainierte Wallach war auf seiner Heimstrecke als Favorit ins Rennen angetreten und lag erst auch in Führung, ehe er kurz nach dem Einbiegen auf die Zielgerade unvermittelt zusammenbrach.
«Losange Bleu war der unangefochtene Champion»
Charron wurde aus dem Sattel geschleudert und prallte gegen die Streckenbegrenzung, blieb jedoch unverletzt. Beobachter berichteten, er habe den Wiegeraum anschliessend unter Tränen betreten und um das Pferd getrauert. Veterinärmediziner eilten sofort zur Strecke, konnten dem siebenjährigen Wallach aber nicht mehr helfen.
Die genaue Todesursache ist noch unklar. Der Rennbahntierarzt ordnete eine Obduktion an. Nach einigen Berichten könnte Losange Bleu einen Herzinfarkt erlitten haben. Andere Spekulationen deuten auf eine Skelettverletzung oder ein Versagen innerer Organe hin.
«An einem Tag wie heute kann man nicht wirklich feiern»
Losange Bleu hatte sich in der Szene mit konstant starken Leistungen einen Namen gemacht. In 27 Rennen schaffte es das französische Spitzenpferd, 15 Siege zu holen, und verpasste dabei bloss zweimal einen Platz auf dem Podest. In seiner Laufbahn sammelte der Wallach knappe 1,7 Millionen Schweizer Franken Preisgeld, weswegen er von gewissen Medien auch als «Millionen-Pferd» betitelt wird. Erst im Mai 2026 hatte er in Auteuil zum zweiten Mal nach 2024 die französische Hürdenmeisterschaft gewonnen.
Vom Unglück Losange Bleus profitierte der Hengst Kingland, der von Francois Nicolle trainiert wird und Angus und Lynne Maclennan gehört. Nach dem Sieg zeigten sie sich erschüttert und sprachen dem Team von Losange Bleu ihr Mitgefühl aus. «An einem Tag wie heute kann man nicht wirklich feiern. Unser tiefstes Mitgefühl gilt dem gesamten Team von Losange Bleu. Er war der unangefochtene Champion. Wir hatten gehofft, ihn im November noch einmal herausfordern zu können – zu dem grossen Duell wird es nun nicht mehr kommen», sagte Angus Maclennan.
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Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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