Aufruhr wegen Selfie: Formel-1-Star schubst Fan weg

- Red-Bull-Pilot Isack Hadjar (22) schubst vor dem GP Mexiko im Fahrerlager einen Selfie-Jäger weg.
- Die FIA hat den Franzosen für Samstagmorgen zu den Rennkommissaren vorgeladen.
- Bei einem Schuldspruch droht eine Geldstrafe von rund 5000 Franken, bei schwererer Bewertung mehr.
Ärger für Isack Hadjar vor dem GP Mexiko. So zeigt ein Video aus dem Formel-1-Fahrerlager, wie der 22-jährige Red-Bull-Pilot einen Fan relativ rabiat zur Seite schubst. Dieser wollte offenbar ein Selfie mit dem Franzosen machen und blieb nach dessen Ablehnung hartnäckig.
Im Video ist zu sehen, wie Hadjar den Mann zunächst mit dem Arm auf Abstand hält. Als dieser weiter bei ihm bleibt, stösst ihn der Franzose weg. Dann dreht er sich noch mal um, um sein Opfer böse anzuschauen. Ein Mitarbeiter von Red Bulls Sicherheitspersonal greift in der Folge ein.
Die FIA hat Hadjar für Samstagmorgen (Samstagabend, Schweizer Zeit) zu den Rennkommissaren vorgeladen. Gegenstand ist laut Vorladung ein möglicher Verstoss gegen Artikel 12.2.1.l des Internationalen Sportgesetzbuchs, also mutmassliches Fehlverhalten im Fahrerlager.
Was droht Hadjar?
Bei einem Schuldspruch könnte Hadjar eine Geldstrafe drohen. Als übliche Sanktion für einen Verstoss gegen den betreffenden Artikel gelten rund 5000 Franken. Die Rennkommissare können bei einer schwerwiegenderen Bewertung aber auch härter durchgreifen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Hadjar für Aufsehen sorgt. In Austin letzte Woche wurde er von den Red-Bull-Bossen aufgefordert, Teamkollegen Max Verstappen vorbeizulassen. Zunächst weigerte er sich lautstark, dann gab er aber doch klein bei.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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