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Friday, October 16, 2026

Libreboot startet jetzt auch per UEFI durch

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Das neue Libreboot 26.10 „Ominous Olive“ stellt auf den meisten unterstützten Rechnern EDK2 als Standard-Payload bereit. Neu hinzugekommen sind zudem Konfigurationen für 233 Geräte aus dem MrChromebox-Projekt.

Auf geeigneter Hardware ersetzt Libreboot die Firmware des Herstellers durch eine quelloffene Alternative. Sie initialisiert den Rechner und startet anschließend das Betriebssystem. Das Projekt richtet sich an Nutzer, die ihre Boot-Firmware selbst kontrollieren oder anpassen wollen.

Wie aus den Release Notes zu Libreboot 26.10 hervorgeht, nutzt die neue Version auf nahezu allen unterstützten 64-Bit-Systemen EDK2. Die UEFI-Implementierung stammt aus dem MrChromebox-Projekt und läuft als Payload von coreboot. Damit können Libreboot-Rechner nun auch UEFI-Installationen von Windows 10 und 11 starten. Das Projekt hat außerdem unter anderem Linux mit Unified Kernel Images (UKI) sowie OpenBSD und FreeBSD im UEFI-Modus getestet.

Für bestehende Installationen liegen GRUB als EFI-Version und SeaBIOS als Kompatibilitätsmodul im Firmware-Image. Sie sind über das EDK2-Bootmenü erreichbar. Die bisherigen eigenständigen coreboot-Payloads GRUB und SeaBIOS entfallen auf den meisten Boards; ältere 32-Bit-Rechner und einige Sonderfälle behalten sie. U-Boot wird auf x86 durch EDK2 ersetzt, bleibt auf ARM64 aber erhalten.

Libreboot übernimmt 233 Konfigurationen für Intel- und AMD-Geräte aus dem MrChromebox-Projekt. Laut den Release Notes lassen sie sich sämtlich übersetzen. Getestet wurde bislang jedoch nur das Bay-Trail-Gerät „Kip“. Für die neu aufgenommenen Geräte liefert das Projekt in dieser Version keine fertigen Firmware-Images: Interessierte müssen sie aus dem Quellcode bauen.

Außerdem unterstützt die Version unter anderem die ThinkPads X270 und X280, den Dell OptiPlex 5050 SFF und das Supermicro-Mainboard X11SSH-F. Für AMD-Fam15h-Boards wie das Asus KGPE-D16 wechselt Libreboot zu einem coreboot-Ableger von 15h.org. Er soll Prozessoren und Arbeitsspeicher zuverlässiger initialisieren und mehr RAM unterstützen.

Wer ein bestehendes System aktualisiert, sollte die Einschränkungen in den Release Notes prüfen. Das EDK2-Menü verwendet in Libreboot 26.10 standardmäßig ein britisches Tastaturlayout; Firmware-Images mit auswählbaren Tastaturbelegungen gibt es nicht mehr. Beim Start über CSMWrap steht dem anschließend gestarteten Linux laut Release Notes ein CPU-Kern weniger zur Verfügung. Für ältere Installationen empfiehlt das Projekt deshalb nach Möglichkeit die EFI-Version von GRUB.

Zu den kleineren Änderungen zählen ein dauerhaft speicherbares EDK2-Setup für Einstellungen wie die Bootreihenfolge, iPXE als Bootoption auf dafür geeigneten Boards und aktualisierte Komponenten, darunter GRUB 2.16. Libreboot hat auch sein Buildsystem umgebaut und unter anderem die Unterstützung für mehrere Upstream-Quellbäume pro Projekt ergänzt. Außerdem hat Libreboot eine Richtlinie gegen den Einsatz von KI in der Projektarbeit eingeführt und im Buildsystem dokumentiert.

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