Trump lässt Nordkoreas Atomwaffen zu: «Kim ist mein Freund»

- US-Präsident Donald Trump akzeptiert Nordkoreas Atomwaffen und begründet dies mit seiner Freundschaft zu Kim Jong-un.
- Trump sagt, Kim respektiere und möge ihn – deshalb werde es Kim «gut gehen», solange er da sei.
- Im Gegensatz dazu fordert Trump beim Iran weiterhin den vollständigen Verzicht auf Atomwaffen.
Der Iran soll laut wiederholten Forderungen des US-Präsidenten niemals eine Atomwaffe haben dürfen – bei Nordkorea gibt sich Donald Trump dagegen deutlich verständnisvoller. Auf die Frage einer Journalistin in Washington, warum der Iran keine Atomwaffen haben dürfe, Nordkorea aber schon, sagte Trump, Machthaber Kim Jong-un sei sein Freund.
«Er verfügt über nukleare Kapazitäten, über umfangreiche, ziemlich umfangreiche nukleare Kapazitäten», sagte der US-Präsident über Kim weiter. Aber: «Solange ich da bin, wird es ihm gut gehen. Und wissen Sie, warum? Weil er mich respektiert und mich mag.»
Führung in Pyongyang geht nicht auf Gesprächsangebote ein
Pyongyang betont zwar stets das gute persönliche Verhältnis zwischen Kim und Trump, die sich während der ersten Amtszeit des US-Präsidenten mehrmals getroffen hatten, ging auf konkrete Gesprächsangebote des US-Präsidenten bislang jedoch nicht ein.
Zuletzt hatte Kim Yo-jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jongun, erklärt, Kim hege «gute Erinnerungen und Gefühle» gegenüber Trump. Zugleich wies sie sämtliche Forderungen nach einer Denuklearisierung ihres Landes als «realitätsfern» zurück. Eine konkrete Bereitschaft zu einem neuen Gipfeltreffen mit Trump, wie es der US-Präsident mehrfach öffentlich geäussert hat, liess die Führung in Pyongyang bislang nicht erkennen.
In den festgefahrenen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran pocht Trump immer wieder darauf, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen darf. Das Atomprogramm des Landes ist einer der Kernstreitpunkte zwischen den beiden Kriegsparteien. Der zweite grosse Streitpunkt bleibt weiterhin die blockierte Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Ölhandel.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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