CNN TürkSON DAKİKA... Milas Belediye Başkanı Fevzi Topuz tutuklandıThe Jerusalem Post'Not a gradual slide': Menopause can reshape women's bodies in a sudden shift, Israeli study findsPunchMorning recap: Ebola updates, looming petrol price hike, Lagos building collapse, other top stories한겨레오늘 프랑스서 700건 넘는 시위 예정…파리 지하철 24곳 폐쇄GhaflaKenya Power Announces Saturday Outages in Nyeri and Kiambu CountiesZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDF7sur7Standard & Poor’s maintient la note de la BelgiqueIl Fatto QuotidianoMistero fitto sul nuovo James Bond, la rosa dei candidati si stringe ma la produzione ha la bocca cucita. Ecco quale sarà l’identikit dell’agente 007FotogramasTom Cruise, sobre Paul Newman: "Nunca he olvidado y, literalmente, nunca olvidaré lo que me dijo sobre qué ropa tenía que llevar en un rodaje"Het Laatste Nieuws“Mensen hebben het lastig, ik wil helpen”: mysterieuze Batman laat automobilisten gratis tanken en betaalt parkeerboetes in buurt van ziekenhuizenAntara NewsBali, Timor-Leste explore deal for cattle exports20 MinutenWollte Abkürzung nehmen: 24-Jähriger stirbt beim Bahnhof Aarau
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, October 24, 2026

Ohne Erlaubnis: Google rodet 250’000 Bäume für Rechenzentrum

Translate
  • Google hat in Finnland für zwei geplante Rechenzentren illegal rund 250’000 Bäume gerodet.
  • Die Aufsichtsbehörde stoppte die Arbeiten an beiden Standorten vorläufig.
  • Google entschuldigt sich und will auf 130 Hektaren neue Bäume pflanzen, doch Naturschützern genügt das nicht.

Wie viele Tech-Konzerne investiert auch Google massiv in Rechenzentren. Nun steht die Firma in Finnland wegen grossflächiger, offenbar illegaler Rodungen für zwei geplante Zentren massiv in der Kritik. Nahe Muhos im Norden des Landes sollen auf einer Fläche von 330 Hektaren rund 250’000 Bäume gefällt worden sein, wie der «Guardian» berichtet.

Auch in Otanmäki, rund 100 Kilometer südöstlich, wurden laut Naturschützern schätzungsweise 150’000 Bäume gerodet. Die finnische Aufsichtsbehörde LVV stoppte die vorbereitenden Arbeiten an beiden Standorten vorläufig, weil der Konzern die notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung vor Beginn der Arbeiten nicht lieferte.

12-Milliarden-Franken-Programm

Die Projekte gehören zu einem 12-Milliarden-Franken-Programm von Google für KI-Infrastruktur und wären die grössten ihrer Art in Finnland. Das Land ist für Techkonzerne attraktiv: Es bietet politische Stabilität, viel nur dünn besiedelte Fläche, erneuerbare Energie und ein kühles Klima, das die Kühlung der Server vergünstigt. Insgesamt befinden sich in Finnland laut Bericht 145 Rechenzentren in Planung.

Ein Zaun umgibt das Gelände in Muhos, Finnland, auf dem Googles neues Rechenzentrum entstehen soll. Im gesamten Land befinden sich 145 Rechenzentren in Planung.

Ein Zaun umgibt das Gelände in Muhos, Finnland, auf dem Googles neues Rechenzentrum entstehen soll. Im gesamten Land befinden sich 145 Rechenzentren in Planung.AFP

Doch die Rodungen lösen nun eine grundsätzliche Debatte aus. Kritiker bezweifeln, dass internationale Konzerne dem Land genügend Arbeitsplätze, Steuern und langfristigen Nutzen bringen. Jussi Kangasharju von der Universität Helsinki sagt, Rechenzentren schafften lokal zwar einzelne Jobs, auf nationaler Ebene profitiere Finnland jedoch kaum. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass erneuerbarer Strom für globale Techfirmen reserviert wird, während Haushalte mit höheren Energiekosten rechnen müssen.

«Das ist reine Arroganz»

Besonders empört sind Anwohner und Umweltverbände über das Vorgehen von Google. Die Ökologin Mari Annala spricht von einer riesigen Wunde in der Landschaft. «Sie kauften die riesige Fläche und begannen einfach, sie abzuholzen», sagt die Naturschützerin Hanna Halmeenpää. «Das ist reine Arroganz – unglaublich.»

Anwohner berichten von braunem Wasser, das von der Baustelle in einen Bach fliesse. «Wölfe kamen ins Dorf, weil alle Wildtiere aus dem Wald geflohen waren», erzählt eine Bewohnerin. In Otanmäki klagen Bewohner zudem über Baulärm und die Zerstörung eines bislang ruhigen Naturraums.

Google entschuldigt sich für Rodungen

Mehr als 93’000 Menschen haben eine Petition für strengere Vorschriften und Abgaben zugunsten betroffener Gemeinden unterzeichnet. Ministerpräsident Petteri Orpo bezeichnete den Fall als «kalte Dusche», obwohl seine Regierung die Investition zunächst ausdrücklich begrüsst hatte. Google entschuldigte sich für die Rodungen, erklärte aber, nach bestem Verständnis der damaligen Rechtslage gehandelt zu haben.

Wie beurteilst du Googles Rodung in Finnland für neue Rechenzentren?

Der Konzern verspricht, mit den Behörden zu kooperieren, die Wasserqualität zu schützen und auf 130 Hektaren neue Bäume zu pflanzen. Naturschützer halten dies angesichts des Schadens für unzureichend.

Etwas gesehen, etwas gehört?

Schick uns deinen News-Input!

Speichere unseren Kontakt im Messenger deiner Wahl und sende spannende Videos, Fotos und Dokumente direkt an die 20-Minuten-Redaktion. Sendest du uns Fotos oder Videos, die zu einem neuen Beitrag führen, erhältst du eines von vier Geschenken. Mehr Details findest du hier.

Handelt es sich um einen Unfall oder ein anderes Unglück, dann alarmiere bitte zuerst die Rettungskräfte.

Bitte beachte, dass die Redaktion im Einklang mit den publizistischen Leitlinien ausschliesslich Bilder akzeptiert, die nicht mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Eine Ausnahme bildet lediglich die Illustration von Beiträgen zum Thema KI (z. B. KI-Challenges).

Die Verwendung deiner Beiträge durch 20 Minuten ist in unseren AGB geregelt: 20min.ch/agb

Reto Bollmann

Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.