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Thursday, October 22, 2026

"Niveaulose" Horner-Vorwürfe: Helmut Marko keilt im Formel-1-Streit der Ex-Bullen hart zurück

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Helmut Marko keilt im Formel-1-Streit der Ex-Bullen hart zurück

22.10.2026 | 11:58 Uhr

Jahrelang ziehen Christian Horner und Helmut Marko in der Formel 1 erfolgreich bei Red Bull die Fäden, 2025 kommt es zur Trennung. Jetzt macht der Brite dem Österreicher schwere Vorwürfe - die Marko nicht auf sich sitzen lässt.

Der frühere Red-Bull-Chefberater Helmut Marko hat die Vorwürfe des ehemaligen Red-Bull-Teamchefs Christian Horner als "Summe von Unwahrheiten" zurückgewiesen. Er wolle "gar nicht auf das Niveau eingehen", sagte Marko im Interview mit RTL/ntv und Sky. "Das Einzige, was ich richtigstellen will: Ich habe ihm wegen seiner Ex-Frau, die ja an Krebs verstorben ist, sogar schriftlich kondoliert. Nur das ist mir wichtig."

Horner erhebt in seiner Autobiographie "Driven" mehrere Vorwürfe gegen Marko: So habe der heute 83-Jährige im Vorjahr am Rauswurf des Briten als Formel-1-Teamchef Red Bulls mitgewirkt, außerdem immer wieder Rennstall-Interna an die Medien durchgestochen. Außerdem habe Marko nach dem Krebstod von Horners ehemaliger Partnerin Beverley Allen im Jahr 2005 kein Mitgefühl gezeigt und nicht sein Beileid bekundet - der einzige Punkt, den Marko nun explizit dementiert.

Horner war ab 2005 bis zum Juli vergangenen Jahres Red-Bull-Teamchef, feierte in dieser Zeit acht Fahrer- und sechs Hersteller-Titel. Marko agierte neben dem Engländer als Chefberater. "Vor allem nach der Riesenabfindung, die er bekommen hat, hätte man etwas Loyalität erwartet", grantelte Marko in Richtung Horners. Der 52-Jährige hat nach seiner Entlassung von Red Bull eine Zahlung von 67 Millionen Pfund (rund 80 Millionen Euro) erhalten. "Ich glaube, ihm ist auch nicht bewusst, dass seine Biografie genau am Todestag von Dietrich Mateschitz erscheint. Und es passt zu dieser ganzen Buchgeschichte. Für mich ist es alles unverständlich", fügte Marko hinzu.

Antonelli "kann Max vielleicht herausfordern"

Red-Bull-Gründer Mateschitz war am 22. Oktober 2022 gestorben. Nach seinem Tod entbrannte im Formel-1-Stall peu a peu ein Machtkampf zwischen Horner und den thailändischen Mehrheitseignern des Unternehmens und der "österreichischen" Seite um Marko. Horner geriet Anfang 2024 schwer unter Druck, als ihm eine Mitarbeiterin übergriffiges Verhalten vorwarf. In der Folge stand auch eine Suspendierung Markos im Raum, die wohl nur dessen F1-Zeihsohn Verstappen verhinderte.

Er habe "kein Interesse" an einer Aussprache mit Horner, sagte Marko. "Ich kriege das ja alles nur über dritte Stellen mit. Wenn das Buch draußen ist, schickt er mir vielleicht eins, dann werde ich es vielleicht lesen. Ich selbst habe nicht geplant, ein Buch zu schreiben, obwohl es viele Sachen gäbe, die ich schreiben könnte. Aber ich würde nie auf so ein Niveau heruntersteigen."

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Rosberg hebt Antonelli auf "Michael-Schumacher-Niveau"

Der langjährige Red-Bull-Häuptling lobte in dem Interview auch den designierten Weltmeister Kimi Antonelli. "Er lernt sauschnell. Bei seinem ersten Auftritt in Monza (im Freitagstraining 2024, Anm. d. Red.), wo er bis zu seinem Abflug unglaubliche Zeiten gefahren hat, sah man seine Schnelligkeit. Voriges Jahr hat es noch einige Probleme gegeben, da hat er Fehler gemacht. Heute ist das nicht mehr so. Er hat einen unglaublichen Speed und eine super Fahrzeugbeherrschung", sagte Marko. Wie der 20-jährige Italiener seinen Stallrivalen "George Russell abmontiert hat, ist schon bemerkenswert. Und das andere ist: Wenn er sieht, dass er nicht gewinnen kann, dann fährt er auf Platzierung - und das ist auch ein Reifezeichen. Erstaunlich für sein junges Alter."

Zwar sei Antonelli in Sachen Erfahrung, Renneinteilung und Reifenmanagement noch nicht auf dem Niveau von Verstappen, so Marko. "Aber das wird er auch in kurzer Zeit lernen. Im Gesamten, vom Speed her, kann er Max vielleicht herausfordern."

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