Spinne beisst Nataliya: «Dreimal so schlimm wie ein Wespenstich»

- Nataliya (48) aus Riehen wurde beim Wäschefalten von einer rund fünf Zentimeter grossen Nosferatuspinne in den Finger gebissen.
- Ihr Finger schwoll stark an und um die Bissstelle bildete sich ein weisser Kreis.
- Die Nosferatuspinne ist im Herbst besonders aktiv, weil sie auf Partnersuche ist und dabei häufig in Wohnungen eindringt.
Den Alptraum eines jeden Spinnen-Phobikers erlebte Nataliya (48) aus der Basler Gemeinde Riehen. Beim Zusammenlegen ihrer Wäsche spürte sie plötzlich einen stechenden Schmerz am Finger. Beim genaueren Hinsehen entdeckte die News-Scout eine fünf Zentimeter grosse Nosferatuspinne, die sich in ihrer Kleidung versteckte. «Die war mindestens so gross wie ein Fünfliber», so die Frau.
«Der Biss war dreimal stärker als der Stich einer Wespe», beschreibt Nataliya den Schmerz. Der Vergleich fällt ihr leicht: Sie wurde nämlich am selben Tag auch von einer Wespe gestochen. Nach dem Spinnenbiss schwoll ihr Finger über den Tag immer weiter an. Um die Bissstelle bildete sich daraufhin ein weisser Kreis. Die Stellen, wo die Spinne durch die Haut drang, waren als «zwei Punkte» gut sichtbar, so die Gepeinigte.

Vor lauter Schreck habe sie die Spinne mit einer Fliegenklatsche erlegt. «Ich bin nicht Spider-Woman geworden», witzelt sie mittlerweile über den Vorfall. Trotzdem: «Mir kann niemand mehr sagen, dass Spinnen harmlos seien und niemandem etwas tun», sagt sie gegenüber 20 Minuten.
Wieso sieht man im Herbst mehr Spinnen?

«Dass gerade so viele Spinnen aktiv sind, liegt viel daran, dass sie momentan auf Partnersuche sind und daher öfter in Wohnungen hereinkrabbeln», sagte Rahel Beck, Biologin bei der Schädlingsbekämpfung Rentokil Schweiz AG, bereits vergangenen Herbst in einem Interview mit 20 Minuten.
Immer mehr der Nosferatuspinnen breiten sich in der Schweiz aus. Ursprünglich war sie in Nordafrika und rund um das Mittelmeer heimisch. Sie profitiert von trockenen und warmen Sommern. In den letzten Jahren wurde die Spinne bereits in den Kantonen Aargau, Luzern, Bern, Basel und Zürich gesichtet. Dabei wird sie meistens in oder an Gebäuden entdeckt und nur selten in der freien Natur.
Wie würdest du reagieren, wenn du zu Hause eine Nosferatuspinne findest?
Pina Olivia Wiemer (pow) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist seit Mai 2026 Praktikantin bei der Lokalredaktion Basel.
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