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Wednesday, October 21, 2026

Abschied von Touristenliebling: «Bukangi» kehrt ins Meer zurück

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  • Nach dem dritten Rettungsversuch ist der Hai «Bukangi» wieder im offenen Meer.
  • Er hatte über einen Monat in einem Kanal der südkoreanischen Stadt Busan festgesessen.
  • Experten sorgten sich um seine Gesundheit, da er keine Nahrung aufgenommen haben soll.
  • Bürgermeister Chun Jae Soo hofft auf ein gesundes Leben des Tiers im Meer.

Nach mehr als einem Monat in einem Kanal der südkoreanischen Grossstadt Busan ist ein drei Meter langer Hai ins Meer zurückgekehrt. Einsatzkräfte hätten das Tier am Mittwoch stundenlang mit einer schwimmenden Plattform durch den Kanal getrieben, teilte Bürgermeister Chun Jae Soo mit. An der Mündung habe der weibliche Schwarzhai zunächst gezögert, sei schliesslich aber ins Meer geschwommen.

Dutzende Helfer zogen die Plattform mit Seilen von beiden Ufern aus etwa einen Kilometer durch den Kanal. Arbeiter standen auf der Konstruktion und drängten den Hai mit Rudern zurück, sobald er sich näherte. Zusätzliche Netze sollten verhindern, dass das Tier hinter die Plattform zurückschwamm. Hunderte Schaulustige verfolgten die ungewöhnliche Rettungsaktion vom Ufer aus.

1,7 Millionen Besucher für «Bukangi»

Stundenlang wurde der Hai am Mittwoch durch den Kanal getrieben.

Stundenlang wurde der Hai am Mittwoch durch den Kanal getrieben.AFP

Frühere Rettungsversuche gescheitert

Der Mitte September erstmals gesichtete Hai entwickelte sich zu einer Touristenattraktion, während er langsam seine Kreise durch den Kanal zog. Die Stadt machte ihn zu ihrem Maskottchen und gab ihm in Anlehnung an den Nordhafen von Busan den Namen «Bukangi». Nach Angaben der Behörden kamen mehr als 1,7 Millionen Menschen an den Kanal.

Zwei frühere Rettungsversuche am 29. September und 2. Oktober waren gescheitert. Damals versuchten Einsatzkräfte unter anderem, den Hai von Booten aus mit Wasserstrahlen in Richtung Meer zu treiben. Das Tier wich jedoch den Booten aus und schwamm über Netze hinweg. Experten sorgten sich zunehmend um seine Gesundheit: Während seines mehr als einmonatigen Aufenthalts habe es keine Anzeichen für eine Nahrungsaufnahme gegeben. Zudem seien die Wassertemperaturen gesunken.

Wie weit «Bukangi» ins Meer hinausschwamm, war zunächst unklar. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, der Hai sei später an einer nahe gelegenen Anlegestelle gesehen worden. «Wir hoffen, dass ‹Bukangi› ein gesundes Leben im blauen Meer führen kann», schrieb Bürgermeister Chun auf Facebook.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Tierquälerei:

Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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