FIS-Renndirektor Waldner schmeisst hin

Kurz vor Ski-Saisonstart
FIS-Renndirektor Waldner schmeisst hin
Die FIS braucht bei den Ski-Männern einen neuen Renndirektor. Markus Waldner hat den Verband darüber informiert, dass er von diesem Posten zurücktritt.
Publiziert: vor 23 Minuten
- Markus Waldner hört als FIS-Chef-Renndirektor auf
- Er tritt nach zwölf Jahren im Amt zurück
- Der Entscheid sei nicht leicht gefallen, aber der Druck ist für ihn zu gross geworden
Ramona BieriRedaktorin Sport
In 17 Tagen bestreiten die Männer mit dem Riesenslalom in Sölden (Ö) das erste Rennen der kommenden Saison. Nun gibts überraschende Neuigkeiten. Markus Waldner hat dem Weltskiverband FIS mitgeteilt, dass er als Chef-Renndirektor der Männer zurücktritt. Das teilt die FIS am Donnerstag mit.
Der 63-jährige Südtiroler hat das Amt 2014 von Günter Hujara (74) übernommen. «Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht», wird Waldner zitiert. Es sei ein Privileg, die Verantwortung für den alpinen Skirennsport auf höchstem Niveau zu tragen. «Aber es ist auch eine Position, die mit einem unglaublichen Druck verbunden ist.»
Und genau diesen Druck will Waldner nicht länger in seinem Leben haben. Denn im Laufe der Jahre, in denen sich der Weltskiverband und der Sport verändert und weiterentwickelt haben, hat sich auch der damit verbundene Druck immer weiter aufgestaut. Und das so sehr, dass Waldner das Gefühl hat, «nicht mehr die Energie und die mentale Verfassung zu haben, um eine weitere komplette Saison so zu bestreiten, wie ich es mir gewünscht hätte».
«Das ist von unschätzbarem Wert»
Bei der FIS bedauert man den Entscheid. Waldner sei während seiner Amtszeit ein echter Bezugspunkt für den alpinen Skisport geworden und habe vor Ort für eine starke Präsenz der FIS gesorgt. «Das ist von unschätzbarem Wert», meint FIS-Alpin-Direktor Janne Leskinen.
Wer Waldners Nachfolge antritt, ist noch offen. Die Suche hat aber bereits begonnen. Die Saison 2026/27 soll eine Übergangsphase sein. Denn Waldner wird die Person, die in seine Fussstapfen tritt, unterstützen und einarbeiten. Gleichzeitig wird in dieser Zeit erörtert, welche neue Aufgabe er innerhalb der FIS übernehmen kann. Bis die Nachfolge geregelt ist, wird Peter Gerdol, Chef-Renndirektor bei den Frauen, die Wettkämpfe beider Geschlechter leiten.
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