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Tuesday, October 13, 2026

Stammzellenspende – Florian spendet Stammzellen: «Ich finde das eine gute Sache»

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Stammzellenspende Florian spendet Stammzellen: «Ich finde das eine gute Sache»

Florian, ein junger Arzt, hat eine Knochenmarkspende für einen kranken Menschen gemacht – so ist es ihm ergangen.

13.10.2026, 15:24

Der junge Arzt Florian Brühlmeier hatte sich vor sechs Jahren als Blutstammzellspender registrieren lassen. Er sagt: «Ich finde das eine gute Sache. Es entspricht meiner Vorstellung, jemandem zu helfen, der das brauchen könnte.»

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz über 1000 Menschen an Leukämie und eine Stammzellspende ist oft die letzte Hoffnung. Wer sich als Blutstammzellspender oder -spenderin registriert, kann vielleicht Leben retten. Nicht nur für Erkrankte in der Schweiz, sondern weltweit.

Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die sogenannten HLA-Merkmale, also Gewebemerkmale der Stammzellen, von Spenderin und Empfängerin möglichst genau übereinstimmen. Wenn niemand in der Familie passt, wird deshalb weltweit nach einem «Match» gesucht.

Schwierige Suche – doch es gibt einen Match

«Rein statistisch gesehen ist die Chance, dass ich ausgesucht werde, minimal», war Florian Brühlmeier überzeugt. Doch es kam anders. Vor ein paar Wochen erhielt er den Anruf, dass er als Spender ausgesucht worden ist.

Die Suche für eine schwer kranke Person nach einem passenden Spender oder einer passenden Spenderin kann schwierig sein. Andreas Holbro ist Leitender Arzt an der Klinik für Hämatologie am Universitätsspital Basel: «Leider finden bis zu 20 Prozent unserer Patientinnen und Patienten keine passende Spende oder die Suche gestaltet sich als extrem komplex und dauert an. Es ist sehr wichtig, dass sich viele Leute registrieren.» In der Schweiz sind rund 200'000 Personen als potenzielle Spenderin oder Spender registriert.

Seltener Fall Knochenmarkspende

In etwa 90 Prozent der Fälle werden die Blutstammzellen – ähnlich wie bei einer Blutspende – aus dem Blut gewonnen, das ist die «periphere» Methode. Der Spender oder die Spenderin erhält ein paar Tage vorher Medikamente, damit die Stammzellen das Knochenmark verlassen und vermehrt ins Blut wandern. Die Entnahme findet im Spital statt und dauert vier bis sechs Stunden.

Bei gewissen Krankheiten aber braucht es gespendete Stammzellen aus dem Knochenmark. Darum ist für den Spender oder die Spenderin eine Operation unter Vollnarkose nötig. Das ist in etwa zehn Prozent der Fall. Wie auch bei Florian Brühlmeier: «Mit dem hatte ich nicht gerechnet.»

Professor Andreas Holbro vom Unispital Basel weiss: «Eine Spende gilt als sicher. Bei der peripheren Stammzellspende gibt es vor allem grippeartige Nebenwirkungen. Bei der Knochenmarkspende betreffen die Nebenwirkungen die Narkose oder Schmerzen am Ort der Entnahme. Schwere Nebenwirkungen zum Beispiel bedingt durch Blutverlust, sind selten, in 0,5 Prozent bis 1 Prozent der Fälle. Und häufiger bei vorbelasteten Spenderinnen oder Spendern.»

Nach der Operation

Florian Brühlmeier hat die Operation gut überstanden: «Ich war aber froh, dass ich nach der Operation eine Woche krankgeschrieben war, denn ich hatte bei der Einstichstelle ein wenig Schmerzen.»

Nach dieser Woche konnte er wieder als Assistenzarzt zur Arbeit und auch wieder ins Volleyballtraining: «Ich bin mir sicher, dass ich es nochmals machen würde. Es ist schön zu wissen, dass ich einer kranken Person meine Stammzellen geben konnte und sie hoffentlich davon profitiert.»

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