Weihnachtsmarkt am Bellevue: «Man wird auch bar bezahlen können»

Darum gehts
- Der Weihnachtsmarkt «Bellevue Noël» startet am 19. November vor dem Zürcher Opernhaus und dauert bis am 23. Dezember 2026.
- Zentrum ist ein begehbarer Adventskranz aus Holz, den Arbeiter ab dem 9. November auf dem Sechseläutenplatz aufbauen.
- Auf dem ganzen Markt kann bar bezahlt werden, nur im Fondue-Stübli nicht.
Das neue Weihnachtsmarkt-Konzept fürs Zürcher Bellevue stiess zu Beginn auf viel Widerstand. Die Organisatoren von «Bellevue Noël» sind dagegen von ihrem Konzept überzeugt und starten bald voller Vorfreude mit dem Aufbau. «Und an jedem Sonntag werden wir eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzünden», erklärt Co-Veranstalter Alex Ruf.
Ab dem 9. November errichten die Arbeiter auf dem Sechseläutenplatz den grossen, begehbaren Adventskranz. Nur zehn Tage haben sie dafür Zeit, denn bereits am 19. November startet der Weihnachtsmarkt. «Die Elemente werden natürlich bereits vorgefertigt», verrät Timon Kiefer, ebenfalls Co-Veranstalter und Kopf hinter dem 40-Meter-Adventskranz.
Zimmerei im Thurgau fertigte Elemente vor
Eine Thurgauer Zimmerei bereitete in den letzten acht Monaten die 285 Elemente aus Schweizer Fichtenholz vor. Sie sind aus 4500 Einzelteilen gefertigt worden und werden nächste Woche vom Untertoggenburg nach Zürich geliefert. Auf dem Sechseläutenplatz werden die Elemente mit 14’500 Schrauben zusammengebaut.
«Ich freue mich vor allem auf den Moment, wenn wir den Kranz zum ersten Mal beleuchten können», sagt Kiefer. «Ich bin gespannt, wie die Wirkung sein wird.» Ein Jahr hatte er Zeit, die ersten Skizzen in die Realität umzusetzen. «Wichtig waren vor allem die Sicherheit und die Stabilität.»
Nur 480 Personen werden den Kranz gleichzeitig betreten dürfen. Deshalb gibt es eine Schranke und die Besucherinnen und Besucher müssen eine Online-Reservation tätigen. Dieses Online-Ticket ist jedoch gratis. Vor Ort wird es zwei Helfende geben, die den Gästen beim Lösen des Tickets helfen.
Fondue-Chalet zur Hälfte ausgebucht
«Emotionales Highlight werden die Flammen auf den Kerzen», schildert Kiefer. Sie seien aus 200 LED-Röhren gemacht – wobei die Veranstalter das Flackern selber einstellen können.
Ein weiteres Highlight des bevorstehenden Weihnachtsmarktes sei das Fondue-Stübli, erklären die Veranstalter an einer Pressekonferenz vom Mittwoch. «Über die Hälfte der Slots sind bereits ausgebucht. Wir haben sechs Tonnen Fondue und acht Tonnen Raclette vorbestellt, dazu kommen mehrere Tonnen Brot und Kartoffeln», so Kiefer.
Vielfalt am Markt selber bieten die 190 Aussteller, wovon es 60 Prozent neue hat gegenüber dem bisherigen Weihnachtsdorf. Für Nachhaltigkeit sei gesorgt: Es gebe Mehrweggeschirr, vegetarische und vegane Optionen an jedem Foodstand und die Holzhütten aus Schweizer Holz werden im Thurgau zwischengelagert für kurze Wege.
Bargeld wird an den Ständen akzeptiert
Das Kulturprogramm rund um den Markt sei auf Kinder und Familien ausgerichtet. Es gibt ein Karussell, Lebkuchenverzieren, Schmuckbasteln und ein Teddy-Atelier. Die Eltern können beim Teddy-Basteln ein schlagendes Herz kaufen, dessen Erlös ans Kinderspital Zürich geht. Jeden Adventssonntag spielt ein musikalischer Act, wenn eine weitere Kerze auf dem Adventskranz angezündet wird, etwa der Opernhaus-Chor oder die «Schwiizergoofe».
Co-Organisator Alex Ruf: «Ausserdem wird man auf dem ganzen Weihnachtsmarkt mit Bargeld bezahlen können.» Ausser im Fondue-Stübli, das sei aus Sicherheits- und Hygienegründen bargeldlos.
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Céline Trachsel (ct), arbeitet seit 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Zürich.
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