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Tuesday, November 3, 2026

Geht um Energie und Verteidigung: Merz empfängt Selenskyj mit militärischen Ehren

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Geht um Energie und VerteidigungMerz empfängt Selenskyj mit militärischen Ehren

03.11.2026, 14:19 Uhr

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Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt Wolodymyr Selenskyj vor dem Bundeskanzleramt. (Foto: picture alliance/dpa)

Wieder einmal treffen Bundeskanzler Merz und der ukrainische Präsident aufeinander. Selenskyj dankt dabei Deutschland und spricht von einem "wichtigen Treffen": Beide Länder seien durch eine "sehr substantielle Zusammenarbeit" verbunden.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Berliner Kanzleramt mit militärischen Ehren empfangen. Merz und Selenskyj schritten eine Ehrenformation der Bundeswehr ab, danach zogen sie sich für Gespräche und ein Mittagessen ins Kanzleramt zurück. Später soll es eine gemeinsame Pressekonferenz geben.

Nach seiner Landung in Berlin hatte Selenskyj mehr Unterstützung bei der Luftverteidigung und der Energieversorgung seines Landes angemahnt. Diese beiden Themen seien "die Prioritäten der heutigen Gespräche" in Berlin, schrieb Selenskyj bei X. Hier sei "diplomatische Koordination" erforderlich.

"Wir alle haben ein Interesse an Sicherheit, Stabilität und am Schutz der regelbasierten internationalen Ordnung", schrieb der ukrainische Präsident. "Wir müssen nun zusammenarbeiten, um diese Prinzipien in konkrete Entscheidungen und Handlungen zu überführen." Selenskyj dankte Deutschland "für seine Bereitschaft, unsere Anstrengungen zum Schutz von Leben zu unterstützen". Beide Länder seien durch eine "sehr substantielle Zusammenarbeit" verbunden.

Selenskyj sprach von "wichtigen Treffen", die nun bevorstünden. Bei seinem Gespräch mit Merz dürfte es auch um die Vorbereitung eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen übernächste Woche in Berlin gehen. Dabei handelt es sich um Länder, welche die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen.

Trilaterales Treffen am Golf

Zudem hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Montag mitgeteilt, Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA würden sich am 10. und 11. November im Golfemirat Abu Dhabi treffen. Damit werde die "Mission" von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Krieges vorangetrieben, schrieb Witkoff auf X. Im Zentrum der Gespräche stehen demnach "Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Maßnahmen sowie weitere Schritte auf dem Weg zum Frieden".

Witkoff fügte hinzu, dass die US-Unterhändler in dieser Woche zudem in Brüssel auch mit Vertretern aus Europa und der Nato zusammentreffen würden. Aus deutscher Sicht geht es dabei auch um die Frage, inwieweit die Europäer in direkte Gespräche mit Russland eingebunden werden können. Nach Angaben der EU-Kommission finden diese Gespräche am Mittwoch in Brüssel statt. Zu dem Treffen würden neben Vertretern der Ukraine und der USA auch Verhandler aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der Nato und der Weltbank erwartet.

Russland hatte in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf die Ukraine intensiviert, die Zahl ziviler Opfer stieg dadurch deutlich. Viele der Angriffe zielen auf die ukrainische Energie-Infrastruktur ab - dem Land könnte deshalb ein besonders harter Kriegswinter bevorstehen. Die ukrainische Luftabwehr leidet an Materialmangel, sie kann die Angriffe nicht ausreichend abwehren.

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